Ab 07.04.2016: Feministische Theorie von Beauvoir bis Spivak

Geöffnet für Studierende der Informatik der UHH und für Studierende im interdisziplinären freien Wahlbereich Gender & Queer Studies der HH-Hochschulen:
LV-Nr. 64-691
Feministische Theorie von Simone de Beauvoirs ‚Man wird nicht als Frau geboren, man wird es’ zu Gayatri Chakravorty Spivaks ‚Kann die Subalterne sprechen?’

Feminist theory from Simone de Beauvoir’s ‘One is not born, but rather becomes, a woman’ to Gayatri Chakravorty Spivak’s ‘Can the subaltern speak?’

Lehrende: Simone Borgstede, Ph.D.

Beginn: Do 07.04.2016, 10.15 – 11.45 Uhr
Ort: Seminarraum Zentrum GenderWissen, Monetastraße 4, 20146 Hamburg
Max. 18 Studierende
Eine Kooperationsveranstaltung zwischen Gemeinsamer Kommission Gender & Diversity der Hamburger Hochschulen und dem Fachbereich Informatik der Universität Hamburg.

Kommentar/ Inhalt:
Dieses Seminar soll Studierende in Ansätze feministischer Theoriebildung einführen. Es ist als Lektürekurs konzipiert. Eingebettet werden die an Primärquellen durchgeführten Theorie-Erkundungen in eine historische Einführung, die auch auf Film- und Bildmaterial rekurriert, und eine Kursreflektion.
Die jeweiligen Theoretikerinnen und ausgewählte Texte oder Textauszüge werden von Studierenden per Gruppenreferat eingeführt. Es folgt eine Herausarbeitung der wesentlichen Thesen und eine Textdiskussion, die diese auch auf eigene Erfahrungen anwendet und ihre Tauglichkeit zum Verständnis aktueller Diskurse überprüft.
Das Seminar gibt den Studierenden Gelegenheit zu selbständigem Arbeiten in Gruppen. Es fördert kritisches Lesen, das Verstehen ungewohnter, weil aus dem Mainstream ausgeblendeter Perspektiven, und komplexer Zusammenhänge. Es sensibilisiert für Sexismus und Rassismus, soziale Ausgrenzungen aufgrund von sexueller Orientierung, Nation oder Klasse und deren Verschränkungen.

Die Prüfungsleistung setzt sich zusammen aus Gruppenreferat und schriftlicher Ausarbeitung.

Vorbereitende Literatur
Gerhard, Ute, Petra Pommerenke und Ulla Wischermann (Hg.), Klassikerinnen feministischer Theorie: Grundlagentexte Band 1 (1789-1919), Helmer Verlag, Königstein 2008.
Dieselbe, Ulla Wischermann und Susanne Rausche (Hg.), Klassikerinnen feministischer Theorie: Grundlagentexte Band 2 (1920-1985), Königstein 2010.
Schmidbauer, Marianne, Helma Lutz und Ulla Wischermann (Hg.), Klassikerinnen feministischer Theorie: Grundlagentexte Band 3 (ab 1986), Königstein 2013.

Seminarablauf
1. und 2. Historische Seminareinführung anhand von Textauszügen/Bildmaterial und Filmspots, u.a. von Christine de Pizan; Olympe de Gouges; Sojourner Truth; Virginia Woolf.

3. Simone de Beauvoir: Das andere Geschlecht.

4. Und 5. Judith Butler: Das Unbehagen der Geschlechter und Körper von Gewicht.

6. Andrea Maihofer: Geschlecht als Existenzweise.

7. Birgit/Robin Bauer: ‚Was heißt hier queer?’

8. Birgit Rommelspacher: Rassismus; Nationalismus; Sexismus: Dominanzkultur.

9. bell hooks: Klassismus; Rassismus und Sexismus.

10. Gayatri Chakravorty Spivak: Can the subaltern speak?

11. Feminismus und Critical Whiteness Studies.

12. und 13. Zwei Seminartermine bleiben offen zur Vertiefung auf Wunsch der Seminarteilnehmenden.

14. Kursreflektion.