Archiv für den Monat: September 2016

Seminar WiSe 2016/17: Einführung in Feministische Theorien II: Postkoloniale Perspektiven. Lektürekurs

Freier Wahlbereich ‚Gender & Queer Studies‘ der Hamburger Hochschulen,

anerkannte Lehrveranstaltung auch für die Zertifikate ‚Genderkompetenz‘ und ‚Intersektionalität und Diversity‘: www.zentrum-genderwissen.de/Lehrtableau freier Wahlbereich

Seminar WiSe 2016/17

Einführung in Feministische Theorien II: Postkoloniale Perspektiven. Lektürekurs.

Lehrende: Simone Borgstede, Ph.D.

Kommentar/Inhalte:

Dieses Seminar führt Studierende in Ansätze feministischer Theoriebildung aus postkolonialen Perspektiven ein. Es ist als Lektürekurs konzipiert. Wir setzen uns sowohl mit theoretischen als auch literarischen Texten auseinander.

Die jeweiligen Texte werden mit den Studierenden abgestimmt und von ihnen per Gruppenreferat eingeführt. Es folgt Textarbeit zur Herausarbeitung der wesentlichen Thesen und eine Diskussion, die diese auch auf eigene Erfahrungen anwendet und ihre Tauglichkeit zum Verständnis aktueller Diskurse überprüft.

Das Seminar gibt den Studierenden Gelegenheit zu selbständigem Arbeiten in Gruppen. Es fördert kritisches Lesen, das Verstehen ungewohnter, weil aus dem Mainstream ausgeblendeter Perspektiven, und komplexer Zusammenhänge. Es sensibilisiert für Sexismus und Rassismus, soziale Ausgrenzungen aufgrund von sexueller Orientierung, Nation oder Klasse und deren Verschränkungen.

Die Prüfungsleistung setzt sich zusammen aus Gruppenreferat und schriftlicher Ausarbeitung.

Vorbereitende Literatur:

Do Mar Castro Varela, Maria und Dhawan, Nikita, Postkoloniale Theorie: Eine kritische Einführung. Bielefeld: Transkript 2. Aufl. 2014.
Vorgeschlagene Theoretiker_innen und Seminartexte :

  1. Hall, Stuart, ‚Der Westen und der Rest‘. Diskurs und Macht. In: ders., Rassismus und kulturelle Identität. Hamburg: Argument 1994, S. 137-179.
  2. Stoler, Ann Laura, ‚Foucaults „Geschichte der Sexualität“ und die koloniale Ordnung der Dinge’ in: Jenseits des Eurozentrismus: postkoloniale Perspektiven in den Geschichts- und Kulturwissenschaften. Ffm.: Campus 2002, S. 313-334
  3. bell hooks. Texte zu Rassismus, Sexismus, Klassismus.
  4. Sinha, Mrinalini, Colonial Masculinity.
  5. Mani, Lata, ‚Contentious Traditions: The Debate on Sati in Colonial India’ in Cultural Critique 7, 1987, pp. 119-156.
  6. Mohanty, Chandra, ‚Under Western Eyes. Feminist scholarship and colonial discourses ’ in: dies. u.a. (Hg.), Third World Women and the Politics of Feminism. Bloomington/Indianapolis: Indiana University Press 1991, S. 51-80.
  7. Spivak, Gayatri Chakravorty, Teile aus: Can the subaltern speak? Postkolonialität und subalterne Artikulation. Wien: Turia + Kant 2008 und andere Texte.
  8. Steyerl, Hito, Gutierrez Rodriguez, Encarnacion, Spricht die Subalterne deutsch? Migration und postkoloniale Kritik. Münster: Unrast 2012.
  9. Attia, Iman, Texte zum Orientalismus.
  10. Dietze, Gabriele, z. B. ‚Okzidentalistische Bilderpolitik. Neo-Orientalismus und Migration in der visuellen Kultur.‘ In: Margreth Lünenborg (Hg.), Politik auf dem Boulevard? Die Neuordnung der Geschlechter in der Politik der Mediengesellschaft. Bielefeld: transcript 2009, S. 175-195.

In Absprache mit den Studierenden ergänzt durch Literatur und Gedichte, z.B.:

  1. Levy, Andrea, Small Island (Eine englische Art von Glück.)

oder Long Song (Das lange Lied eines Lebens.).

  1. Morrison, Toni, Beloved (Menschenkind.) oder Paradise (Paradies.).
  2. Ayim, May. Gedichte.

 

Prüfungsleistung:

Für 6 LP gelten Gruppenreferat und schriftliche Ausarbeitung.

 

Zeit und Ort:

Beginn am Donnerstag 20.10.2016 (wöchentlich).

Zentrum GenderWissen, Monetastraße 4, 20146 Hamburg, Seminarraum Untergeschoss.

 

Anmeldung:

Für Uni-Studierende: STiNE (20 Plätze).

Für Studierende, die sich nicht über STiNE anmelden können, bitte bis 1. Oktober 2016

direkt bei dagmar.filter@uni-hamburg.de (5 Plätze). Hier entscheidet ein Losverfahren, da nur insgesamt 25 Plätze möglich sind.

 

Gefördert:

Gemeinsamen Kommission Gender & Diversity der Hamburger Hochschulen in Kooperation mit dem Fachbereich Informatik der Universität Hamburg.

Seminar WiSe 2016/17: Feministische Theorien zwischen Akademie und Aktivismus

Seminar WiSe 2016/17

 

„Feministische Theorien zwischen Akademie und Aktivismus: Eine Einführung“ 

Lehrende: Patrick Wielowiejski

           

Kommentar:

In der Debatte über den Feminismus ist genug Tinte geflossen“, stellt Simone de Beauvoir 1949 am Anfang ihres – 900 Seiten umfassenden! – Buches Das andere Geschlecht fest. Fast 70 Jahre später scheint immer noch nicht genug gesagt worden zu sein, auch wenn sich die Themen des Feminismus inzwischen verändert haben. Debatten wie der #aufschrei von 2013, der „Popfeminismus“ oder die Diskussion um Sexismus und Rassismus nach den Silvester-Übergriffen von Köln verdeutlichen dies. Der Feminismus und die Gender Studies haben es zu einer gesellschaftspolitischen und wissenschaftlichen Bedeutung gebracht, die sich nicht mehr ignorieren lässt, und ihr Gegenstand ist keineswegs nur mehr „die Frau“.

Das Seminar ermöglicht einen Überblick über feministische Theorien der Gegenwart und ihre geschichtliche Entwicklung – und betont dabei die engen Verflechtungen von feministischer Theorie, Politik und Aktivismus. Themen werden u.a. Gleichheits- und Differenzfeminismus, Intersektionalität, postmoderne Ansätze und Dekonstruktion, Queer Theory, kritische Männlichkeitsforschung sowie Emotionen und Affekt sein. Unsere übergreifende Frage wird lauten: Wie lassen sich Konzepte aus der feministischen Theorie für die Erziehungs- und Bildungswissenschaft fruchtbar machen?

Das Seminar wird als Blockveranstaltung angeboten, bestehend aus einer Einführungssitzung und zwei Wochenendblöcken. Es ist als intensives Lektüreseminar konzipiert, in dem die Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens eingeübt und vertieft werden sollen.

 

Prüfungsleistung:

Voraussetzung für den Erwerb der LP ist die Abgabe von drei Schreibübungen.

           

Seminar geblockt, Beginn:

Fr  21.10.2016, von 14.00 – 18.00 Uhr

Fr   02.12.2016, von 14.00 – 18.00 Uhr

Sa  03.12.2016, von 08.00 – 16.00 Uhr

Fr   03.02.2017, von 14.00 – 18.00 Uhr

Sa  04.02.2017, von 08.00 – 16.00 Uhr

 

Anmeldung:

Für Uni-Studierende: STiNE (20 Plätze).

Für Studierende, die sich nicht über STiNE anmelden können, bitte bis 1. Oktober 2016

direkt bei dagmar.filter@uni-hamburg.de (5 Plätze). Hier entscheidet ein Losverfahren, da nur insgesamt 25 Plätze möglich sind.

 

Gefördert:

Gemeinsamen Kommission Gender & Diversity der Hamburger Hochschulen in Kooperation mit dem Fachbereich Informatik der Universität Hamburg.

 

Blockseminar WiSe 2016/17: Intersektionalität: Theoriegeschichte – Debatten – Praxis

Seminar WiSe 2016/17 (geblockt)

Intersektionalität: Theoriegeschichte – Debatten – Praxis

Lehrende: Jette Hausotter, Anna Köster-Eiserfunke

Kommentar/Inhalte:

Intersektionalität bezeichnet  die Verschränkung und Wechselwirkung von ver-schiedenen Herrschafts- und Ungleichheitsverhältnissen. Mittlerweile ist Intersek-tionalität zu einem wichtigen Paradigma der Geschlechterforschung geworden und findet auch zunehmend Eingang in die Ungleichheitsforschung. Intersektionale Theorien entspringen nicht zuletzt den gesellschaftlichen Analysen politischer Bewegungen. Ein wichtiger Ursprung intersektionalen Denkens sind dabei anti-rassistisch-feministische Debatten um soziale Differenzen zwischen Frauen.

Das Seminar führt anhand ausgewählter Texte in diese Theoriegeschichte ein. Dabei sollen ein grundlegendes Verständnis der Funktionsweisen der Herrschafts-verhältnisse Heteronormativismus, Rassismus, Bodyismus und Klassenverhältnisse sowie theoretische Kenntnisse der Verwobenheit von Diskriminierungs- und Ungleichheitsverhältnissen erarbeitet werden. Anschließend daran geht es um die produktiven Möglichkeiten des Transfers intersektionaler Ansätze in soziologische Analysen. Debatten und Ansätze zu Intersektionalität in der sozialen Ungleich-heitsforschung stehen hierbei im Mittelpunkt.

Arbeitsweise: Es wird einen inhaltlichen Einstieg durch die Dozentinnen geben. Für den Blocktermin bereiten die Studierenden Referate vor: entweder Textreferate, Analysen zum Umgang ausgewählter Institutionen mit Diskriminierungsvielfalt oder ein eigenes Interview mit intersektionaler Auswertung. Dazu gibt es jeweils Handreichungen und persönliche Beratungsmöglichkeit durch die Dozentinnen. Den Block selbst gestalten wir abwechslungsreich mit Referaten, Gruppenarbeiten und Übungen.

 

 

  • Anrechenbar für das Zertifikat Diversity und Intersektionalität (Pflichtseminar)
  • 4 oder 6 Leistungspunkte
  • Offen für alle Bachelor- und Magister-Studierenden der Hamburger

     

       Anmeldung:

         Für Studierende der Universität Hamburg über STiNE.

Für diejenigen, die sich hier nicht anmelden können bitte bis zum 31.10.2016 per Mail bei hausotter@tuhh.de

Termine:

Einführung und Referatsvergabe

 

Montag, 24.10.2016, 12-16 Uhr Sitzung 1 – 2 Einführung und Referatvergabe!
Donnerstag, 12.1.2017, 10-18 Uhr Sitzung 3 – 6 Geschichte intersektionaler Theorien
Freitag, 13.1.2017, 10-18 Uhr Sitzung 7 – 10 Aktuelle Theoriedebatten und gesellschaftliche Praxisfelder
Samstag, 14.1.2017, 10-18 Uhr Sitzung 11 – 14 Intersektionalität zur Analyse sozialer Ungleichheit

 

Prüfungsleistungen:

  • Regelmäßige Teilnahme
  • intensive Vorbereitung des Blocktermins (Lektüre, Referatsvorbereitung)
  • ausführliches schriftliches Handout

Ÿ   für Benotung und 6 LP zusätzlich: schriftliches Essay

Ort:

Technische Universität Hamburg Harburg, Schwarzenberg Campus 3, Gebäude E -SBS 95, Raum 0.091

 

Kooperation:

Zwischen der Forschungsgruppe Arbeit-Gender-Technik an der Technischen Universität Hamburg-Harburg und dem Fachbereich Sozialwissenschaften der Universität Hamburg.

 

Gefördert:

Gemeinsame Kommission Gender und Diversity der Hamburger Hochschulen.