Seminar WiSe 2016/17: Einführung in Feministische Theorien II: Postkoloniale Perspektiven. Lektürekurs

Freier Wahlbereich ‚Gender & Queer Studies‘ der Hamburger Hochschulen,

anerkannte Lehrveranstaltung auch für die Zertifikate ‚Genderkompetenz‘ und ‚Intersektionalität und Diversity‘: www.zentrum-genderwissen.de/Lehrtableau freier Wahlbereich

Seminar WiSe 2016/17

Einführung in Feministische Theorien II: Postkoloniale Perspektiven. Lektürekurs.

Lehrende: Simone Borgstede, Ph.D.

Kommentar/Inhalte:

Dieses Seminar führt Studierende in Ansätze feministischer Theoriebildung aus postkolonialen Perspektiven ein. Es ist als Lektürekurs konzipiert. Wir setzen uns sowohl mit theoretischen als auch literarischen Texten auseinander.

Die jeweiligen Texte werden mit den Studierenden abgestimmt und von ihnen per Gruppenreferat eingeführt. Es folgt Textarbeit zur Herausarbeitung der wesentlichen Thesen und eine Diskussion, die diese auch auf eigene Erfahrungen anwendet und ihre Tauglichkeit zum Verständnis aktueller Diskurse überprüft.

Das Seminar gibt den Studierenden Gelegenheit zu selbständigem Arbeiten in Gruppen. Es fördert kritisches Lesen, das Verstehen ungewohnter, weil aus dem Mainstream ausgeblendeter Perspektiven, und komplexer Zusammenhänge. Es sensibilisiert für Sexismus und Rassismus, soziale Ausgrenzungen aufgrund von sexueller Orientierung, Nation oder Klasse und deren Verschränkungen.

Die Prüfungsleistung setzt sich zusammen aus Gruppenreferat und schriftlicher Ausarbeitung.

Vorbereitende Literatur:

Do Mar Castro Varela, Maria und Dhawan, Nikita, Postkoloniale Theorie: Eine kritische Einführung. Bielefeld: Transkript 2. Aufl. 2014.
Vorgeschlagene Theoretiker_innen und Seminartexte :

  1. Hall, Stuart, ‚Der Westen und der Rest‘. Diskurs und Macht. In: ders., Rassismus und kulturelle Identität. Hamburg: Argument 1994, S. 137-179.
  2. Stoler, Ann Laura, ‚Foucaults „Geschichte der Sexualität“ und die koloniale Ordnung der Dinge’ in: Jenseits des Eurozentrismus: postkoloniale Perspektiven in den Geschichts- und Kulturwissenschaften. Ffm.: Campus 2002, S. 313-334
  3. bell hooks. Texte zu Rassismus, Sexismus, Klassismus.
  4. Sinha, Mrinalini, Colonial Masculinity.
  5. Mani, Lata, ‚Contentious Traditions: The Debate on Sati in Colonial India’ in Cultural Critique 7, 1987, pp. 119-156.
  6. Mohanty, Chandra, ‚Under Western Eyes. Feminist scholarship and colonial discourses ’ in: dies. u.a. (Hg.), Third World Women and the Politics of Feminism. Bloomington/Indianapolis: Indiana University Press 1991, S. 51-80.
  7. Spivak, Gayatri Chakravorty, Teile aus: Can the subaltern speak? Postkolonialität und subalterne Artikulation. Wien: Turia + Kant 2008 und andere Texte.
  8. Steyerl, Hito, Gutierrez Rodriguez, Encarnacion, Spricht die Subalterne deutsch? Migration und postkoloniale Kritik. Münster: Unrast 2012.
  9. Attia, Iman, Texte zum Orientalismus.
  10. Dietze, Gabriele, z. B. ‚Okzidentalistische Bilderpolitik. Neo-Orientalismus und Migration in der visuellen Kultur.‘ In: Margreth Lünenborg (Hg.), Politik auf dem Boulevard? Die Neuordnung der Geschlechter in der Politik der Mediengesellschaft. Bielefeld: transcript 2009, S. 175-195.

In Absprache mit den Studierenden ergänzt durch Literatur und Gedichte, z.B.:

  1. Levy, Andrea, Small Island (Eine englische Art von Glück.)

oder Long Song (Das lange Lied eines Lebens.).

  1. Morrison, Toni, Beloved (Menschenkind.) oder Paradise (Paradies.).
  2. Ayim, May. Gedichte.

 

Prüfungsleistung:

Für 6 LP gelten Gruppenreferat und schriftliche Ausarbeitung.

 

Zeit und Ort:

Beginn am Donnerstag 20.10.2016 (wöchentlich).

Zentrum GenderWissen, Monetastraße 4, 20146 Hamburg, Seminarraum Untergeschoss.

 

Anmeldung:

Für Uni-Studierende: STiNE (20 Plätze).

Für Studierende, die sich nicht über STiNE anmelden können, bitte bis 1. Oktober 2016

direkt bei dagmar.filter@uni-hamburg.de (5 Plätze). Hier entscheidet ein Losverfahren, da nur insgesamt 25 Plätze möglich sind.

 

Gefördert:

Gemeinsamen Kommission Gender & Diversity der Hamburger Hochschulen in Kooperation mit dem Fachbereich Informatik der Universität Hamburg.

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