Archiv für den Monat: September 2017

Seminar mit Simone Borgstede: Feministische Theorie

Feministische Theorie:
Von Simone de Beauvoirs ‚Man wird nicht als Frau geboren, man wird es’
zu Gayatri Chakravorty Spivaks ‚Kann die Subalterne sprechen?’

Feminist theory from Simone de Beauvoir’s One is not born, but rather becomes, a woman’ to Gayatri Chakravorty Spivak’s Can the subaltern speak?’

Dieses Seminar soll Studierende in Ansätze feministischer Theoriebildung einführen. Es ist als Lektürekurs konzipiert. Eingebettet werden die an Primärquellen durchgeführten Theorie-Erkundungen in eine historische Einführung, die auch auf Film- und Bildmaterial rekurriert, und eine Kursreflektion.
Die jeweiligen Theoretiker_innen und ausgewählte Texte oder Textauszüge werden von Studierenden per Gruppenreferat eingeführt. Es folgt eine Herausarbeitung der wesentlichen Thesen und eine Textdiskussion, die diese auch auf eigene Erfahrungen anwendet und ihre Tauglichkeit zum Verständnis aktueller Diskurse überprüft.
Das Seminar gibt den Studierenden Gelegenheit zu selbständigem Arbeiten in Gruppen. Es fördert kritisches Lesen, das Verstehen ungewohnter, weil aus dem Mainstream ausgeblendeter Perspektiven, und komplexer Zusammenhänge. Es sensibilisiert für Sexismus und Rassismus, soziale Ausgrenzungen aufgrund von Sexualität, Nation oder Klasse und deren Verschränkungen.

Die Prüfungsleistung setzt sich zusammen aus Gruppenreferat und schriftlicher Ausarbeitung von ca. 6 Seiten = 6 Creditpoints. Individualisierte Creditpoint-Vergabe ist möglich.

Vorbereitende Literatur

Gerhard, Ute, Petra Pommerenke und Ulla Wischermann (Hg.), Klassikerinnen feministischer Theorie: Grundlagentexte Band 1 (1789-1919), Helmer Verlag, Königstein 2008.

Dieselbe, Ulla Wischermann und Susanne Rausche (Hg.), Klassikerinnen feministischer Theorie: Grundlagentexte Band 2 (1920-1985), Königstein 2010.

Schmidbauer, Marianne, Helma Lutz und Ulla Wischermann (Hg.), Klassikerinnen feministischer Theorie: Grundlagentexte Band 3 (ab 1986), Königstein 2013.

 

Vorstellungen zum Seminarablauf:

  1. Gegenseitige Vorstellung und Historische Seminareinführung anhand von Textauszügen/Bildmaterial: Christine de Pizan, Das Buch von der Stadt der Frauen.
  1. Fortführung: Olympe de Gouges, Die Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin; Sojourner Truth, Reden; Virginia Woolf, Die drei Guineen.
  1. Simone de Beauvoir: Das andere Geschlecht.
  1. Michel Foucault: Sexualität und Wahrheit 1.
  1. Judith Butler: Körper von Gewicht.
  1. Andrea Maihofer: Geschlecht als Existenzweise.
  1. Birgit/Robin Bauer: ‚Was heißt hier queer?’
  1. Birgit Rommelspacher: Rassismus; Nationalismus; Sexismus:
  1. bell hooks: Rassismus, Sexismus und Klassismus.
  1. Gayatri Chakravorty Spivak: Can the subaltern speak?
  1. Feminismus und Critical Whiteness Studies (Katharina Röggla, Critical Whiteness Studies).
  1. und 13. Zwei Seminartermine bleiben offen zur Vertiefung auf Wunsch der Seminarteilnehmenden.

Kritik und Vorschläge der Teilnehmenden – gern auch Gedichte, Romane, Fotos oder Filme – sind erwünscht. Der Seminarablauf wird zusammen entschieden und kann innerhalb des Semesters aktualisiert und verändert werden.

Blockseminar zu Intersektionalität im Oktober und Dezember 2017

„Intersektionalität: Theoriegeschichte – Debatten – Praxis“
Blockseminar im Wintersemester 2017/18
Dozentinnen: Jette Hausotter, Kathrin Ganz

Eine Kooperation zwischen der Forschungsgruppe Arbeit–Gender–Technik an der Technischen Universität Hamburg und dem Fachbereich Sozialwissenschaften der Universität Hamburg. Gefördert von der Gemeinsamen Kommission Gender und Diversity Hamburg.

Anrechenbar für das Zertifikat Diversity und Intersektionalität.
4 oder 6 Leistungspunkte
Offen für alle Bachelor- und Magister-Studierenden der Hamburger Hochschulen.
Anmeldung über STiNE oder per Mail bis zum 13.10.2017 an hausotter@tuhh.de

Intersektionalität bezeichnet die Verschränkung und Wechselwirkung von verschiedenen
Herrschafts- und Ungleichheitsverhältnissen. Mittlerweile ist Intersektionalität zu einem
wichtigen Paradigma der Geschlechterforschung geworden und findet auch zunehmend
Eingang in die Ungleichheitsforschung. Intersektionale Theorien entspringen nicht zuletzt den
gesellschaftlichen Analysen politischer Bewegungen. Ein wichtiger Ursprung intersektionalen
Denkens sind dabei antirassistisch-feministische Debatten um soziale Differenzen zwischen
Frauen.
Das Seminar führt anhand ausgewählter Texte in diese Theoriegeschichte ein. Dabei sollen ein
grundlegendes Verständnis der Funktionsweisen der Herrschaftsverhältnisse
Heteronormativismus, Rassismus, Bodyismus und Klassenverhältnisse sowie theoretische
Kenntnisse der Verwobenheit von Diskriminierungs- und Ungleichheitsverhältnissen
erarbeitet werden. Anschließend daran geht es um die produktiven Möglichkeiten des
Transfers intersektionaler Ansätze in soziologische Analysen. Debatten und Ansätze zu
Intersektionalität in der sozialen Ungleichheitsforschung stehen hierbei im Mittelpunkt.
Arbeitsweise: Es wird einen inhaltlichen Einstieg durch die Dozentinnen geben. Für den
Blocktermin bereiten die Studierenden Referate vor: entweder Textreferate, Analysen zum
Umgang ausgewählter Institutionen mit Diskriminierungsvielfalt oder ein eigenes Interview
mit intersektionaler Auswertung. Dazu gibt es jeweils Handreichungen. Den Block selbst
gestalten wir abwechslungsreich mit Referaten, Gruppenarbeiten und Übungen.

Ort: wird noch bekannt gegeben

Termine: Einführung und Referatevergabe am Freitag 27.10.2016, 12-16 Uhr (Pflicht!)
Mi., 13.12.2017, 10-18 Uhr Sitzung 3-6 Geschichte intersektionaler Theorien
Do., 14.12.2017, 10-18 Uhr Sitzung 7-10 Aktuelle Theoriedebatten und gesellschaftliche
Praxisfelder
Fr., 15.12.2017, 10-18 Uhr Sitzung 11-14 Intersektionalität zur Analyse sozialer Ungleichheit

Prüfungsleistungen:
regelmäßige Teilnahme
intensive Vorbereitung (Lektüre, Referatsgruppen)
ausführliches schriftliches Handout
für Benotung und 6 LP zusätzlich: schriftliches Essay (Abgabe: 28.02. & 31.03.2018)

Ab Mitte Oktober 2017 neu: Women’s* Studies Generale

English Version see below

Liebe Interessierte an Frauen*themen,

das Projekt

Women’s* Studies Generale
Wissenschaftliche Studienprojekte für Frauen* mit Flucht- und Migrationserfahrung

bietet in diesem Semester 2017/18 einen Workshop und einen Kurs für Frauen* an, die sich für Frauen*themen interessieren und ihr Deutsch verbessern möchten.

  1. Das Workshop Vielfalt gemeinsam gestalten
    Freitag 13. Oktober 2017 14:00 – 20:00
    2. Kurs Einführung in die Frauen- und Geschlechterforschung – Lektürekurs
    Mittwochs 12 – 15:30 / 18. Oktober 2017 – 31. Januar 2018
    Ort: Zentrum GenderWissen, Seminarraum (Monetastraße 4, 20146 Hamburg)

    Das Woorkshop am 13. Oktober 2017 beginnt mit einem Input von Nursemin Sönmez über berufliche Wege der Frauen* an den Hochschulen. In den Workshops danach können Sie mitbestimmen, wie das Projekt „Women’s* Studies Generale“ erweitert werden kann und sich mit anderen Interessierten vernetzen.
    Mit einem Lektürekurs haben Sie die Möglichkeit einen Einblick in die spannenden Themen der Frauen- und Geschlechterforschung zu bekommen und dabei Ihre Deutschkenntnisse auf dem akademischen Niveau zu verbessern.

    Zu dem Workshop sind alle Interessierte eingeladen. Die Kurse richten sich an Frauen* mit Flucht- und Migrationserfahrung, die Interesse am Studium in Hamburg haben, jedoch die Voraussetzung (noch) nicht erfüllen und warten müssen. Teilnehmen können auch studierende Frauen* an den Hamburger Hochschulen. Einschreibung an der Universität ist nicht erforderlich.
    Gute Deutschkenntnisse (B1/B2, C1) sind vom Vorteil.

Die Teilnahme ist kostenfrei.

Mehr Informationen finden Sie unter: http://www.zentrum-genderwissen.de

Anmeldung bitte bei n.tomchuk@gmx.de oder 040-42838-5966

Die Gemeinsame Kommission Gender & Diversity mit Zentrum GenderWissen sind die veranstaltenden Einrichtungen.

Mit herzlichen Grüßen

Nataliya Tomchuk
– Dozentin und Koordinatorin –
und
Dagmar Filter
– Zentrum GenderWissen –

Dagmar Filter – Leiterin
Hochschulübergreifendes Zentrum GenderWissen Hamburg
Koordinationsstelle
Tel. 040 42838-5966
Monetastraße 4, 20146 Hamburg
www.zentrum-genderwissen.de

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the project

Women’s* Studies Generale
Scientific Projects for female Refugees and Women* with experience of migration

invites to participate. You don’t have to be a student of the university.

Two courses start at 7. April 2017:
1. Workshop: Go for Diversity Together
Friday 13. October 2017 / 2 p.m. – 8 p.m.
2. Course: Introduction into Gender and Women’s Studies – reading course
Wednesdays 12:00 – 3:30 p.m. / 18. October 2017 – 31. January 2018
Address: Zentrum GenderWissen, Seminarraum (Monetastraße 4, 20146 Hamburg)

The workshop begins with an input on the topic „Women’s* ways in the higher education Landscape“. After that you can participate at the different workshops, where you will find place for co-determine, how to extend the project „Women’s Studies Generale“, and for networking or exchange. A cultural program and food expect you at the evening.

By attending of the course you have the opportunity to improve your German and get to know the female studies more closely. We will read Literature in German. It’s useful to have some German knowledge (B1/B2, C1). Graduation certificate includes credit points, which are recognized from the universities.

The participation is free.

Registration: n.tomchuk@gmx.de or 040-42838-5966

More Informations at: http://www.zentrum-genderwissen.de

The United Commission Gender & Diversity and Center GenderWissen are organiser.

With kind regards

Nataliya Tomchuk
– Lecturer and Coordinator –
und
Dagmar Filter
– Zentrum GenderWissen –

Dagmar Filter – Leiterin
Hochschulübergreifendes Zentrum GenderWissen Hamburg
Koordinationsstelle
Tel. 040 42838-5966
Monetastraße 4, 20146 Hamburg
www.zentrum-genderwissen.de