Archiv für den Monat: März 2018

Vortragsreihe und Workshops: Rassismus und Schule

… ab 9. Mai 2018 in der Universität Hamburg

In der Lehrkräfteausbildung an der Universität Hamburg werden Themen wie Heterogenität und Inklusion zwar häufig behandelt, allerdings fehlt die kritische Perspektive auf die sozialen Dimensionen von rassistischer Diskriminierung im Bildungssektor. Einhergehend fehlen vermehrt die Perspektiven von betroffenen Personen und Aktivist*innen, die sich gegen Diskriminierungen einsetzten. Darüber hinaus wird struktureller Rassismus und das Ineinandergreifen von Diskriminierungen auf individueller, institutioneller und kultureller Ebene wenig bis gar nicht thematisiert.

Die Veranstaltungsreihe zu Rassismus und Schule an der Universität Hamburg im Sommersemester 2018 soll Expert*innen und Initiativen der Rassismus- und diskriminierungskritischen Arbeit Raum geben. Dabei sollen besonders Personen zu Wort kommen, die der strukturellen Diskriminierung ausgesetzt sind und sich analytisch, als auch praktisch damit auseinander setzen und sich wehren.
Die Veranstaltungsreihe besteht aus Vorträgen und Workshops, die sich mit verschiedenen Themenbereichen zu „Rassismus und Schule“ auseinandersetzen. Teilweise ist bei den Workshops eine Anmeldung erforderlich.


9.5. 18-20 Uhr – Einführungsveranstaltung (steht noch nicht fest)


16.5. 15-21 Uhr – Tsepo Bollwinkel (Workshop)

In dem Workshop werden Privilegien erkannt und reflektiert, insbesondere, aber nicht nur, bezogen auf rassistische Strukturen. Der Workshop richtet sich insbesondere an (angehende) Pädagog*innen.


30.5. 18-20 Uhr – Elina Marmer

Darstellung von Rassismus in der Schule/Schulalltag und in Schulbüchern, und welche Konsequenzen das für die Schüler*innen hat (Basierend auf ihrem Buch: Wie Rassismus aus Schulbüchern spricht).


6.6. 18-20 Uhr – Josephine Apraku & Jule Bönkost

Darstellung von Möglichkeiten diskriminierungssensibler Bildungsarbeit von zwei Referentinnen des Instituts diskriminierungssensibler Bildungsarbeit in Berlin (IDB).


13.6. 18-20 Uhr – Podiumsdiskussion (steht noch nicht fest)


20.6. 18-21 Uhr – Noah Sow

Gut gemeint ist nicht gleich gut gemacht: Grundlagenvortrag zum Thema “Alltäglicher Rassismus”, es wird vermittelt, dass nicht nur intentionales Handeln rassistisch sein kann, sondern es auf die Effekte ankommt. Die Referentin bezieht sich u. a. auf ihr Buch „Deutschland Schwarz Weiß“.

Anschließend:

Das Colloquium of Color ist offen für Studierende of Color, d.h. Menschen, die über negative Rassismuserfahrungen aus erster Hand verfügen und im Bildungs- und Wissenschafts-betrieb strukturell benachteiligt werden. Inhaltlich widmet sich das Colloquium der Diskussion und Vertiefung der Vortragsthemen sowie dem Austausch der primär Belasteten.

 

27.6. 18-20 Uhr –  Aysun Dogmus

Theoretische/Grundlagen Einführung zum Thema Rassismus im Schulkontext am Beispiel Antimuslimischem Rassismus. Unterschied Antirassismus und Rassismuskritik? Pädagogische Handlungsperspektiven & Reflexion.

 

6.7. 16-18 Uhr – Isabelle Spieker

Eine Schwarze Lehrerin berichtet von ihren eigenen Erfahrungen als rassismuskritische Lehrerin und stellt mögliche Handlungsperspektiven dar.

 

11.7. 18-20 Uhr – Annita Kalpaka

Hochschule als Bildungseinrichtung zwischen Gleichheitsanspruch und Diskriminierungswirklichkeit – Einblick in Prozesse der Auseinandersetzung mit Diskriminierung im Hochschulalltag. Unter diesem Titel wird besprochen, wer von den Hochschulstrukturen profitiert bzw. wer nicht. Außerdem gibt die Referentin einen Ausblick auf zukünftige Handlungen und Sensibilität für die Thematik.

 

Es finden auch Workshops statt am 16.5. und 25.5.2018.

Aktuelle Infos unter https://www.facebook.com/VeranstaltungsreiheUHH/?ref=bookmarks

Kontakt: rassismuskritik_uhh@reiseup.net

Die Initiative Rassismus und Schule besteht zurzeit aus 10 festen Mitgliedern, die sich wöchentlich treffen, um die Veranstaltungsreihe zu organisieren. Die Idee einer studentisch organisierten Veranstaltungsreihe hat im Januar 2018 zu der Bildung der Initiative geführt, da wir uns einig waren, dass die Thematik Rassismus im Bildungsbereich unterrepräsentiert ist.