WiSe 2018-19: Tragic Misreadings Intersektionalität, Diversity, Ungleichheitsverhältnisse im Feld!

24-410.10* (hier als: PDF)

Tragic Misreadings
Intersektionalität, Diversity, Ungleichheitsverhältnisse im Feld!
Wer sind wir, was sehen wir, (auf) wen treffen wir (nicht)?
Universität Hamburg Sozialwissenschaften, BA- freier Wahlbereich und auch geöffnet und für Interessierte aus anderen Fächern und Hamburger Hochschulen.

(Pflichtseminar für das Zertifikat Intersektionalität & Diversity Zentrum GenderWissen Hamburg)


Kommentar: In diesem Seminar zu Intersektionalität werden wir intersektionale Verhältnisse in unterschiedlichen Feldern wissenschaftlicher Forschung und Arbeit erkunden. Hier wird deutlich werden, dass mit Einnahme einer intersektionalen Perspektive Bereiche nicht mehr unbedingt klar einem akademischen Thema zugeordnet werden können. Offensichtlich wird die Produktivität einer solchen Perspektive, wenn die Interessen akademischer Felder durch die Anerkennung von Überschneidungen erweitert werden und neue Fragestellungen entstehen. Das Seminar konzentriert sich auf die Interventionen und Erkenntnisse, die intersektional arbeitende Autor_innen bereitstellen können. Damit werden wir vertiefend die Besonderheit intersektionaler Theoriebildung in den Blick nehmen, dass wir es hier häufig mit biographisch motivierten Interventionen in als hegemonial wahrgenommene wissenschaftliche Praxen zu tun haben, was immer wieder gleichzeitig Stärke und Angriffspunkt intersektionaler Arbeiten ist.
Die besprochenen Texte bearbeiten Differenzen jeweils aus unterschiedliche Motivationen und Positionen heraus. Wir werden beispielsweise queere Texte und queere Bewegungen, rassismuskritische Interventionen und Überlegungen zu Weißsein oder Eingaben aus den Disability Studies diskutieren. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei der eigenen Eingebundenheit in Herrschaftsverhältnisse und den daraus resultierenden Möglichkeiten der Einnahme einer forschenden Perspektive und einer forschenden Praxis.
Das Seminar zielt damit darauf ab, für die zukünftige Forschungsarbeit zu sensibilisieren, Handlungs- und Positionierungsmöglichkeiten aufzuzeigen und nicht zuletzt die Freude und den Erkenntnisgewinn einer intersektionalen Perspektive aufzuzeigen.
Anforderung: Die Teilnehmenden sind gefragt, deutsche und englische Texte zu lesen und sich mit der eigenen Verschränkung innerhalb gesellschaftlicher Prozesse auseinander zu setzen, dies insbesondere mit der Perspektive, als Forschende mit gesellschaftlichen Differenzen und Machtverhältnissen verantwortungsvoll arbeiten zu können.

Abschluss: Der Kurs wird abgeschlossen mit 4 LP für ein 3 – 5 seitiges Referat.

In Absprache gibt es  2 LP für regelmäßige Beteiligung für Studierende, die nicht aus den Sozialwissenschaften der UHH kommen.

Lehrende/r: Joke Janssen, M.A. (promoviert an der HfbK Hamburg)

 

Zeit und Ort:

Mo 22. Oktober 2018, 10.15  – 11.45 Uhr

Ort: Zentrum GenderWissen, Monetastraße 4, 20146 Hamburg

Seminarraum im Untergeschoss.

Anmeldung: Aufgrund der Raumsituation teilnahmebegrenzt.

Für Studierende der UHH, die sich über STiNE im Fachbereich Sozialwissenschaften anmelden gibt es 10 Plätze.

Für diejenigen, die sich nicht über STiNE anmelden können, sind weitere 10 Plätze im Losverfahren über das Zentrum GenderWissen vorgesehen. Diejenigen melden sich bitte bis 16. Oktober  2018 an im Zentrum GenderWissen bei: dagmar.filter@uni-hamburg.de

 

*Gefördert von der Gemeinsamen Kommission Gender & Diversity der Hamburger Hochschulen, 16.8.2018