Kategorie-Archiv: Lehre

WiSe 2018-19: Queer-feministische Kunst und Theorie. Schweißen und Flexen für Anfänger_innen

Seminar* (hier auch als: PDF)

Queer-feministische Kunst und Theorie

Schweißen und Flexen für Anfänger_innen. Einführung in Kunst und Theorie

 

Hochschule für bildende Künste Hamburg, Studienschwerpunkt Theorie & Geschichte

Kunst- und Kulturwissenschaften / Gender Studies ab 3. Semester.

Geöffnet auch für Studierende der Gender & Queer Studies.

(Gültig für die Zertifikate Genderkompetenz und Intersektionalität & Diversity)

 

 

Vorbereitungstreffen:

Arbeitsaufteitung:

Referate zu Texten oder künstlerischen Positionen;

Vorstellung eigener künstlerischer Arbeit mit einer zum Seminarthema passenden Fragestellung

(Referate und Präsentationen: max. halbe Stunde)

Punktevergabe und Organisatorisches

Tag 1

Einführung Queer-Feminismus: Welche Felder spielen hier zusammen? (Gay and Lesbian Studies, Black

Studies, Queer Studies, Feminist Studies etc.)

Textreferat plus Gespräch über den Text (Volker Woltersdorff alias Lore Logorrhöe: „Queer Theory und

Queer Politics”)

Referat zu „ACT UP!“ und sprechen über die Arbeiten

Künstlerische Arbeit eine_r Studierenden vorstellen plus Fragestellung an die Gruppe

Abschlussdiskussion

Tag 2

Textreferat zu queer-feministischen Künstler_innen und sprechen über die Arbeiten (Renate Lorenz: „Queer

Art. A Freak Theory“)

Referat zu Renate Lorenz / Pauline Boudry und sprechen über die Arbeiten (Schwerpunkt Video)

Referat zu Felix Gonzalez-Torres und sprechen über die Arbeiten (Schwerpunkt Konzeptkunst)

Künstlerische Arbeit eine_r Studierenden vorstellen plus Fragestellung an die Gruppe

Abschlussdiskussion

Tag 3

Textreferat und Gespräch (Halberstam: “The Queer Art Of Failure: Shadow Feminisms”)

Referat zu Raju Rage und sprechen über die Arbeiten (Schwerpunkt Performance)

Referat zu einer künstlerischen Position (Del LaGrace Volcano) (Schwerpunkt Fotografie)

Künstlerische Arbeit eine_r Studierenden vorstellen plus Fragestellung an die Gruppe

Abschlussdiskussion

Lehrende/r: Joke Janssen, M.A. (promoviert an der HfbK Hamburg)

Zeiten: noch unbekannt. Blockseminar 3 Tage, jeweils 10 – 18 Uhr plus Vorbereitungstreffen

Ort: HfbK, Raum noch unbekannt

Anmeldung:  joke.janssen@gmx.net

 

*Gefördert von der Gemeinsamen Kommission Gender & Diversity der Hamburger Hochschulen, 16.8.2018

WiSe 2018-19: In Feminist Fashion! Einführung in feministische Modetheorien im Kontext zeitgenössischer Kunstpraxen

Seminar* (hier auch als: PDF)

In Feminist Fashion! Einführung in feministische Modetheorien im Kontext

zeitgenössischer Kunstpraxen (Blockseminar)

 

Hochschule für bildende Künste Hamburg, Studienschwerpunkt Theorie & Geschichte

Kunst- und Kulturwissenschaften / Gender Studies. Geöffnet auch für Studierende der Gender & Queer Studies.

(Gültig für das Zertifikat Genderkompetenz Zentrum GenderWissen)

 

Kommentar:Vogue is the new you, over the old you“ beschreibt die feministische Künstlerin Martha Rosler sloganhaft und kritisch das populäre Modemagazin in ihrer Performance „Martha Rosler reads Vogue“ aus dem Jahre 1981. Mode und ihre Medien sind Trägerinnen von Versprechen, von Normierungen, von Begehren. Mit Lektüren feministischer Modetheorien wollen wir uns den Ambivalenzen der Mode annähern. Feministische Theorien der 1980/90er Jahre betrachten – in Abgrenzung zur Konsumkritik der 1970er Jahre – Mode, Modehandeln und Schönheitspraxen differenzierter und ambivalenter. Was ist an diesen Texten heute interessant? Wie könnte eine Aktualisierung dieser feministischen Positionen aussehen? Wir beschäftigen uns in diesem Zusammenhang auch mit aktuellen Positionen der Modetheorie. Wie wird durch die Lektüren der Texte unser Blicken auf künstlerische Arbeiten verändert?

In der Auseinandersetzung mit künstlerischen Positionen betrachten wir auch die Verhandlung von Modezitaten und Gender in künstlerischen Praxen. Hierbei kann es auch um Arbeiten und Arbeitsansätze von Studierenden selbst gehen – für eine Verknüpfung von Recherche- und Theoriearbeit mit der eigenen künstlerischen Praxis.

Mit Beiträgen u.a. von Cordula Bischoff / Christina Threuter, Silvia Bovenschen, Isabelle Graw, Hannah Höch, bell hooks, Elfriede Jelinek, Jennie Livingston, Hanne Loreck, Leslie W. Rabine, Martha Rosler, Barbara Vinken, Nicole Wermers, Elizabeth Wilson.

Voraussetzung: Bereitschaft und Lust auf die Lektüre von theoretischen Texten (deutsch & englisch) zum Seminarthema, sodass alle Seminarteilnehmer*innen eine Grundlage für die gemeinsame Diskussion haben, wir aber auch Fragen / Fragwürdiges an den Texten besprechen können. In Kleingruppen wird ein Input vorbereitet und zur vertieften Vorbereitung gibt es „written responses“ zu einem weiteren Text nach eigener Wahl, um sich der Thematik durch eigenes Schreiben anzunähern. Besuch des Vortreffens und Lektüre der Texte ist obligatorisch für die Seminarteilnahme.

Lehrende: Wiebke Schwarzhans M.A. (Doktorandin HFBK Hamburg)

Anmeldung: info@wiebkeschwarzhans.de

Vorbesprechung HfbK:

DO, 25.10.2018, 15-18 Uhr, Raum 124

Blocktermine HfbK:

DO, 29.11.2018, 10-18 Uhr, Raum 124

FR, 30.11.2018, 10-18 Uhr, Raum 124

SA, 01.12.2018, 10-18 Uhr, Raum 124

 

*Gefördert von der Gemeinsamen Kommission Gender & Diversity der Hamburger Hochschulen, 16.8.2018

WiSe 2018-19: Tragic Misreadings Intersektionalität, Diversity, Ungleichheitsverhältnisse im Feld!

24-410.10* (hier als: PDF)

Tragic Misreadings
Intersektionalität, Diversity, Ungleichheitsverhältnisse im Feld!
Wer sind wir, was sehen wir, (auf) wen treffen wir (nicht)?
Universität Hamburg Sozialwissenschaften, BA- freier Wahlbereich und auch geöffnet und für Interessierte aus anderen Fächern und Hamburger Hochschulen.

(Pflichtseminar für das Zertifikat Intersektionalität & Diversity Zentrum GenderWissen Hamburg)


Kommentar: In diesem Seminar zu Intersektionalität werden wir intersektionale Verhältnisse in unterschiedlichen Feldern wissenschaftlicher Forschung und Arbeit erkunden. Hier wird deutlich werden, dass mit Einnahme einer intersektionalen Perspektive Bereiche nicht mehr unbedingt klar einem akademischen Thema zugeordnet werden können. Offensichtlich wird die Produktivität einer solchen Perspektive, wenn die Interessen akademischer Felder durch die Anerkennung von Überschneidungen erweitert werden und neue Fragestellungen entstehen. Das Seminar konzentriert sich auf die Interventionen und Erkenntnisse, die intersektional arbeitende Autor_innen bereitstellen können. Damit werden wir vertiefend die Besonderheit intersektionaler Theoriebildung in den Blick nehmen, dass wir es hier häufig mit biographisch motivierten Interventionen in als hegemonial wahrgenommene wissenschaftliche Praxen zu tun haben, was immer wieder gleichzeitig Stärke und Angriffspunkt intersektionaler Arbeiten ist.
Die besprochenen Texte bearbeiten Differenzen jeweils aus unterschiedliche Motivationen und Positionen heraus. Wir werden beispielsweise queere Texte und queere Bewegungen, rassismuskritische Interventionen und Überlegungen zu Weißsein oder Eingaben aus den Disability Studies diskutieren. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei der eigenen Eingebundenheit in Herrschaftsverhältnisse und den daraus resultierenden Möglichkeiten der Einnahme einer forschenden Perspektive und einer forschenden Praxis.
Das Seminar zielt damit darauf ab, für die zukünftige Forschungsarbeit zu sensibilisieren, Handlungs- und Positionierungsmöglichkeiten aufzuzeigen und nicht zuletzt die Freude und den Erkenntnisgewinn einer intersektionalen Perspektive aufzuzeigen.
Anforderung: Die Teilnehmenden sind gefragt, deutsche und englische Texte zu lesen und sich mit der eigenen Verschränkung innerhalb gesellschaftlicher Prozesse auseinander zu setzen, dies insbesondere mit der Perspektive, als Forschende mit gesellschaftlichen Differenzen und Machtverhältnissen verantwortungsvoll arbeiten zu können.

Abschluss: Der Kurs wird abgeschlossen mit 4 LP für ein 3 – 5 seitiges Referat.

In Absprache gibt es  2 LP für regelmäßige Beteiligung für Studierende, die nicht aus den Sozialwissenschaften der UHH kommen.

Lehrende/r: Joke Janssen, M.A. (promoviert an der HfbK Hamburg)

 

Zeit und Ort:

Mo 22. Oktober 2018, 10.15  – 11.45 Uhr

Ort: Zentrum GenderWissen, Monetastraße 4, 20146 Hamburg

Seminarraum im Untergeschoss.

Anmeldung: Aufgrund der Raumsituation teilnahmebegrenzt.

Für Studierende der UHH, die sich über STiNE im Fachbereich Sozialwissenschaften anmelden gibt es 10 Plätze.

Für diejenigen, die sich nicht über STiNE anmelden können, sind weitere 10 Plätze im Losverfahren über das Zentrum GenderWissen vorgesehen. Diejenigen melden sich bitte bis 16. Oktober  2018 an im Zentrum GenderWissen bei: dagmar.filter@uni-hamburg.de

 

*Gefördert von der Gemeinsamen Kommission Gender & Diversity der Hamburger Hochschulen, 16.8.2018

WiSe 2018-19: Einführung in feministische Theorien und Perspektiven des Postkolonialismus: Aktuelle Diskurse

64-691* (hier auch als: PDF)

‚Einführung in feministische Theorien und Perspektiven des Postkolonialismus: Aktuelle Diskurse.’ Lektürekurs.

Informatik Universität Hamburg (STiNE) und geöffnet für Studierende der Gender & Queer Studies der Hamburger Hochschulen.

(Gültig für das Zertifikat Genderkompetenz Zentrum GenderWissen Hamburg)

Kommentar: Wir setzen uns mit Texten und Gesprächen auseinander, analysieren Bild- und Filmmaterial und diskutieren theoretische Konzepte zu aktuellen Debatten transnationaler feministischer Perspektiven auch im Kontext von Flucht und Migration und den damit verbundenen Diskursen um Sicherheit und Menschenrechte. Das Seminar fördert kritisches Lesen und sensibilisiert für Sexismus und Rassismus, soziale Ausgrenzungen aufgrund von sexueller Orientierung, Nation oder Klasse und deren Verschränkungen. Wir versuchen theoretische Konzepte auf unsere Alltagserfahrungen anzuwenden und diese zu theoretisieren. Das Seminar gibt Gelegenheit, aktuelle Machtverhältnisse und deren Veränderungen zu analysieren und auf Möglichkeiten feministischer, antirassistischer Intervention hin zu untersuchen.

Vorbereitende Literatur:

Do Mar Castro Varela, Maria und Dhawan, Nikita, Postkoloniale Theorie: Eine kritische Einführung. Bielefeld: Transkript 2. Aufl. 2014.

Ankommen zwischen Willkommenskultur und rassistischen Diskursen: Manuela Bojadzijev: Das ist auch eine politische Mobilisierung. Gespräch. (https://heimatkunde.boell.de/2016/03/03/das-ist-auch-eine-politische-mobilisierung-ein-gespraech-mit-manuela-bojadzijev).

Rassismus und Sexismus: Gabriele Dietze: Das ‚Ereignis Köln’ (2016).

Herausforderungen in der Musikszene? bell hooks on Beyoncé: Moving beyond Pain (2016) und Nachtrag auf Kritik.

Arbeit / Globalisierung: Encarnación Gutiérrez Rodriguéz: Das postkoloniale Europa dekonstruieren. Zu Prekarisierung, Migration und Arbeit in der EU (2009) (http://archiv.labournet.de/diskussion/eu/sopo/rodriguez.pdf) und

Beiträge aus Femina Politika 1/2016, Moderne Sklaverei und extreme Ausbeutung in globalisierten Arbeits- und Geschlechterverhältnissen (http://www.femina-politica.de/inhalte/sklaverei.html).

Kritik der Menschenrechte aus feministisch-postkolonialer Perspektive: Jeanette Ehrmann, Traveling, Transplanting and Translating Human Rights. Zur Kritik der Menschenrechte aus feministisch-postkolonialer Perspektive in: Femina Politika 2/2009, 84-94; Auszug:

‚Ethik ist demzufolge keine freiwillige und individuelle Entscheidung des autonomen, freien und vernünftigen Selbst, sondern genuin eine Frage der zwischenmenschlichen Beziehungen, die daraus entspringt, dass wir als Menschen nicht nur als Einzelne, sondern immer schon in soziale Zusammenhänge hineingeboren werden. Im Anschluss an Emmanuel Lévinas versteht Spivak Ethik als die Beziehung des Ich zum Anderen: nicht als „selbstmotiviertes politisches Kalkül –‚das Richtige tun‘“ – sondern als „Offenheit gegenüber der imaginierten Handlungsfähigkeit der Anderen“ (Spivak 2008, 39). Verantwortung heißt demzufolge zuallererst die Einsicht, in globale Verflechtungen und Machtasymmetrien eingebunden zu sein, die die Komplizenschaft der von der Transnationalität Privilegierten beinhaltet. So sieht Spivak mit ihrem Vorschlag des Vernähens nicht nur die Inklusion Subalterner in den Bereich der autonomen Rechtssubjekte vor, sondern legt den Grundstein für ein grundsätzliches Umdenken der Idee der Menschenrechte in der postkolonialen Welt, die Konsequenzen sowohl für Privilegierte als auch für Subalterne mit sich bringt.’

Repräsentation, Selbstorganisierung, Solidarität: Elisabeth Fink, Uta Ruppert: Postkoloniale Differenzen über transnationale Feminismen. Eine Debatte zu den transnationalen Perspektiven von Chandra T. Mohanty und Gayatri C. Spivak (2009).

Selcuk Yurtsever-Kneer: Strategien feministischer Migrantinnenpolitik (2004) (http://www.trend.infopartisan.net/trd0104/t110104.html). Filmspot: Women in Exile.

Maria Do Mar Castro Varela, Nikita Dhawan: Postkolonialer Feminismus und die Kunst der Selbstkritik (2012).

Monika Mokre: Solidarität als Übersetzung (2015). Material: NINA – fraueN IN Aktion – womeN IN Action.

Das persönliche ist politisch! Gespräch zwischen bell hooks und Jill Soloway (2016).

Weitere Texte – gern auch Gedichte, Romane – und anderes Material (Film, Bilder) werden zusammen ergänzt – Vorschläge der Teilnehmenden erwünscht!

Abschluss: Der Kurs wird abgeschlossen mit 2, 4 oder 6 LP in Absprache mit der Dozentin. 2 LP gibt es für regelmäßige Beteiligung, 4 für ein Referat, 6 für Referat und schriftliche Reflexion.

Lehrende: Dr. Simone Borgstede

 

Zeit:

Do 18. Oktober  2018, 10.15 – 11.45 Uhr

Ort: Zentrum GenderWissen, Monetastraße 4, 20146 Hamburg

Seminarraum im Untergeschoss.

Anmeldung: Aufgrund der Raumsituation teilnahmebegrenzt.

Für Studierende der UHH über STiNE im Fachbereich Informatik. Hier Teilnahme 15 Studierende.

Für diejenigen, die sich nicht über STiNE anmelden können, sind weitere 15 Plätze im Losverfahren über das Zentrum GenderWissen vorgesehen. Diejenigen melden sich bitte bis 16. Oktober  2018 an im Zentrum GenderWissen bei: dagmar.filter@uni-hamburg.de


*Gefördert von der Gemeinsamen Kommission Gender & Diversity der Hamburger Hochschulen, 16.8.2018