Kategorie-Archiv: Veranstaltungen

17. Mai 2018, 19-21 Uhr: Das Versagen der Kleinfamilie (Vortrag und Workshop)

Kapitalismus, Liebe und der Staat – und matrilineare Alternativen

Hörsaal der Universität Hamburg, Edmund-Siemers-Allee 1 Westflügelbau neben Hauptgebäude, R 221

Die Politikwissenschaftlerin und Autorin Mariam Irene Tazi-Preve präsentiert die wichtigsten Inhalte ihres aktuellen Buches. Die Sozialpädagogin, Autorin und Filmemacherin Dagmar Margotsdotter stellt Fragen und moderiert die anschließende Diskussion

Vortagsinhalt: Geburtenrückgang, hohe Scheidungsraten, überlastete Mütter in Beruf und Familie führen zum Gerede von der Krise der Familie. Mariam Irene Tazi-Preve geht vom Leiden an den kleinfamilialen Verhältnissen aus und fragt: Kann das Liebespaar wirklich die Basis einer ganzen Gesellschaftsordnung sein? Dieses Buches legt die historischen und ideologischen Ursachen des Dilemmas der Kleinfamilie dar, anstatt einem “individuellen Verschulden” nachzugehen. Die Autorin greift alle relevanten Themen pointiert und fachkundig auf, das Drama der Mutterschaft, die neue Vaterschaftsdebatte und die Vereinbarkeitsfrage. Sie analysiert die Politik und ihr Interesse an der “kleinsten Zelle des Staates” und zeigt auf, wie das Wirtschaftssystem die Kleinfamilie für sich nutzt und sie an die Grenzen der Belastbarkeit bringt. Es ist eine Bestandsaufnahme des Versagens der Kleinfamilie sowie ein ebenso wissenschaftlich fundiertes wie leidenschaftliches Plädoyer für die notwendige Abkehr vom „Glaubenssystem Kleinfamilie”. Die Schlussfolgerungen aus den (Miss)Verhältnissen des herrschenden Familienideals führen zum Aufzeigen von Alternativen, die andere Gesellschaften uns vorleben.

Mariam Irene Tazi-Preve
Professorin für Politikwissenschaft und Geschlechterforschung an der University of New Orleans, Zivilisationstheoretikerin mit visionärem Blick, Österreicherin, langjährige wissenschaftliche Tätigkeit in Wien, Vorträge in Amerika und Europa.

Dagmar Lilly Margotsdotter
Dipl. Sozialpädagogin, Autorin und Filmemacherin (z.B. „Wo die Freien Frauen wohnen“ über die Mosuo in China), besucht seit rund zwanzig Jahren matriarchale Gesellschaften. Sie dokumentiert, hält Vorträge und gibt Seminare über die gesellschaftlichen Unterschiede z. Matriarchat und Patriarchat.

Eine Veranstaltung der matria-Oase (www.matria.de) und matriaCon Schule. In Kooperation mit dem Zentrum GenderWissen der Hamburger Hochschulen, Monetastraße 4, 20146 Hamburg, www.zentrum-genderwissen.de.

Am nächsten Tag (Freitagvormittag) findet ein vertiefender Workshop statt:

Workshop: Matriarchale Klans und patriarchale Kleinfamilien
Freitag 18. Mai 2018 von 10.00 – 13.00 Uhr
Ort: Zentrum GenderWissen, Monetastraße 4, 20146 Hamburg

Mit Mariam Irene Tazi-Preve, Dagmar Margotsdotter und Uschi Madeisky (Filmemacherin und Autorin, Vorstand MatriaVal e.V.)
Bücher- und Filmtisch
Der Eintritt ist frei

Eine Anmeldung ist erforderlich bei Dagmar Filter, Zentrum GenderWissen: dagmar.filter@uni-hamburg.de.
Die Teilnahmeplätze sind leider aus Raumgründen eingeschränkt.
Barrierefreier Zugang ist möglich, bitte vor der Veranstaltung Kontakt aufnehmen mit Dagmar Filter.

Vortragsreihe und Workshops: Rassismus und Schule

… ab 9. Mai 2018 in der Universität Hamburg

In der Lehrkräfteausbildung an der Universität Hamburg werden Themen wie Heterogenität und Inklusion zwar häufig behandelt, allerdings fehlt die kritische Perspektive auf die sozialen Dimensionen von rassistischer Diskriminierung im Bildungssektor. Einhergehend fehlen vermehrt die Perspektiven von betroffenen Personen und Aktivist*innen, die sich gegen Diskriminierungen einsetzten. Darüber hinaus wird struktureller Rassismus und das Ineinandergreifen von Diskriminierungen auf individueller, institutioneller und kultureller Ebene wenig bis gar nicht thematisiert.

Die Veranstaltungsreihe zu Rassismus und Schule an der Universität Hamburg im Sommersemester 2018 soll Expert*innen und Initiativen der Rassismus- und diskriminierungskritischen Arbeit Raum geben. Dabei sollen besonders Personen zu Wort kommen, die der strukturellen Diskriminierung ausgesetzt sind und sich analytisch, als auch praktisch damit auseinander setzen und sich wehren.
Die Veranstaltungsreihe besteht aus Vorträgen und Workshops, die sich mit verschiedenen Themenbereichen zu „Rassismus und Schule“ auseinandersetzen. Teilweise ist bei den Workshops eine Anmeldung erforderlich.


9.5. 18-20 Uhr – Einführungsveranstaltung (steht noch nicht fest)


16.5. 15-21 Uhr – Tsepo Bollwinkel (Workshop)

In dem Workshop werden Privilegien erkannt und reflektiert, insbesondere, aber nicht nur, bezogen auf rassistische Strukturen. Der Workshop richtet sich insbesondere an (angehende) Pädagog*innen.


30.5. 18-20 Uhr – Elina Marmer

Darstellung von Rassismus in der Schule/Schulalltag und in Schulbüchern, und welche Konsequenzen das für die Schüler*innen hat (Basierend auf ihrem Buch: Wie Rassismus aus Schulbüchern spricht).


6.6. 18-20 Uhr – Josephine Apraku & Jule Bönkost

Darstellung von Möglichkeiten diskriminierungssensibler Bildungsarbeit von zwei Referentinnen des Instituts diskriminierungssensibler Bildungsarbeit in Berlin (IDB).


13.6. 18-20 Uhr – Podiumsdiskussion (steht noch nicht fest)


20.6. 18-21 Uhr – Noah Sow

Gut gemeint ist nicht gleich gut gemacht: Grundlagenvortrag zum Thema “Alltäglicher Rassismus”, es wird vermittelt, dass nicht nur intentionales Handeln rassistisch sein kann, sondern es auf die Effekte ankommt. Die Referentin bezieht sich u. a. auf ihr Buch „Deutschland Schwarz Weiß“.

Anschließend:

Das Colloquium of Color ist offen für Studierende of Color, d.h. Menschen, die über negative Rassismuserfahrungen aus erster Hand verfügen und im Bildungs- und Wissenschafts-betrieb strukturell benachteiligt werden. Inhaltlich widmet sich das Colloquium der Diskussion und Vertiefung der Vortragsthemen sowie dem Austausch der primär Belasteten.

 

27.6. 18-20 Uhr –  Aysun Dogmus

Theoretische/Grundlagen Einführung zum Thema Rassismus im Schulkontext am Beispiel Antimuslimischem Rassismus. Unterschied Antirassismus und Rassismuskritik? Pädagogische Handlungsperspektiven & Reflexion.

 

6.7. 16-18 Uhr – Isabelle Spieker

Eine Schwarze Lehrerin berichtet von ihren eigenen Erfahrungen als rassismuskritische Lehrerin und stellt mögliche Handlungsperspektiven dar.

 

11.7. 18-20 Uhr – Annita Kalpaka

Hochschule als Bildungseinrichtung zwischen Gleichheitsanspruch und Diskriminierungswirklichkeit – Einblick in Prozesse der Auseinandersetzung mit Diskriminierung im Hochschulalltag. Unter diesem Titel wird besprochen, wer von den Hochschulstrukturen profitiert bzw. wer nicht. Außerdem gibt die Referentin einen Ausblick auf zukünftige Handlungen und Sensibilität für die Thematik.

 

Es finden auch Workshops statt am 16.5. und 25.5.2018.

Aktuelle Infos unter https://www.facebook.com/VeranstaltungsreiheUHH/?ref=bookmarks

Kontakt: rassismuskritik_uhh@reiseup.net

Die Initiative Rassismus und Schule besteht zurzeit aus 10 festen Mitgliedern, die sich wöchentlich treffen, um die Veranstaltungsreihe zu organisieren. Die Idee einer studentisch organisierten Veranstaltungsreihe hat im Januar 2018 zu der Bildung der Initiative geführt, da wir uns einig waren, dass die Thematik Rassismus im Bildungsbereich unterrepräsentiert ist.

29.01.2018, Vortrag Catherine Newmark: ‚Backlash‘ auf feministische Bewegungen und Gender Studies

Wir laden ein zum öffentlichen Vortrag von Catherine Newmark: ‚Backlash‘ auf feministische Bewegungen und Gender Studies –Die aktuelle Situation und mögliche Gegenstrategien

Am 29. Januar 2018, von 19 – 21 Uhr im Hörsaal M der Universität Hamburg, Hauptgebäude, Edmund-Siemers-Allee 1

„Das andere Geschlecht“ von Simone de Beauvoir wurde bei Erscheinen 1949 vom Vatikan auf den Index gesetzt, den Feministinnen der zweiten Frauenbewegung wurde das Etikett der „hässlichen Emanze“ aufgeklebt, gegen die Homo-Ehe marschierten in verschiedenen europäischen Ländern katholische Bündnisse und aktuell werden die Gender Studies als abwegige Ideologie und „Genderwahn“ attackiert. Seit es Feminismus und Kritik an gesellschaftlichen Geschlechterordnungen gibt, gibt es auch den sogenannten „Backlash“, also die reaktionäre und oft lautstarke Opposition zum Ideal der Gleichheit der Geschlechter. Oder auch, etwas raffinierter, und gerne aus gemäßigteren Kreisen heraus, die Behauptung, die Gleichheit sei schon da, und jetzt müsse mal genug sein mit der Aufregung um Frauenrechte oder dergleichen.
Aktuell manifestiert sich der Backlash sowohl als lautstarke Polemik aus klassisch rechtskonservativer und religiöser Ecke, aber auch zunehmend in Internet- und Verschwörungstheorie-affinen „maskulinistischen“ Kreisen, denen zufolge die feministische Weltherrschaft kurz bevorsteht. Sowie, interessanterweise, auch als Kritik aus liberalen und linken Kreisen heraus, die seit dem Aufstieg populistischer politischer Bewegungen und insbesondere nach dem Schock des Wahlsieges von Donald Trump die sogenannten „Identitätspolitiken“, also alles was irgendwie mit „race, class, gender“ zu tun hat, als das die Gesellschaft spaltende Problem ausgemacht zu haben meint, das die Hinwendung klassischer Arbeiterschichten zum rechten Rand miterklären soll.
Der Vortrag will den verschiedenen aktuellen Manifestationen des Backlashes auf den Grund gehen, und einige damit verbundene Fragen beleuchten. Wie ist solcher Gegnerschaft strategisch am besten zu begegnen? Wie lassen sich trotzdem Dissense innerhalb feministischer Diskussionen artikulieren und wie auch nötige Selbstkritik leisten? Und schließlich: was lehrt uns die Gleichstellungspolitik der letzten Jahre über die Bedingungen, unter denen feministische Forderungen im Mainstream die besten Chancen haben, Gehör zu finden?

Catherine Newmark ist promovierte Philosophin. Nach einigen Jahren als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Philosophie der Freien Universität Berlin arbeitet sie heute als freie Kulturjournalistin mit Schwerpunkt Film, Philosophie, Geisteswissenschaften und Gender Studies. Beim Deutschlandradio Kultur ist sie als Autorin und Redakteurin tätig, u.a. für die Philosophie-Sendung „Sein und Streit“. Beim Philosophie Magazin ist sie Chefredakteurin der Sonderausgaben. Außerdem ist sie als Kolumnistin für Zeit Online und für das Nordwestradio tätig.

 

Der Vortrag ist eine Kooperation mit:
filia.die frauenstiftung Hamburg
Gleichstellungsbeauftragte der WiSo Fakultät Universität Hamburg
Zentrum GenderWissen und Gemeinsame Kommission Gender & Diversity der Hamburger Hochschulen

04.11.2017: „Antifeminismus – Wer hat Angst vor Gender?“ Vortrag & Diskussion mit Kathrin Ganz

Herzliche Einladung zur Nacht des Wissens!
„Antifeminismus – Wer hat Angst vor Gender?“
04.11.2017, Zentrum GenderWissen

Wir haben unsere Türen von 18.00 – 20.00 Uhr für Euch geöffnet. Nach einer kurzen Vorstellung unserer Einrichtung wird es von der Wissenschaftlerin Kathrin Ganz einen Vortrag zum bundesweit aktuellen Thema „Antifeminismus – Wer hat Angst vor Gender?“ – auch unter Berücksichtigung des Hochschulkontextes – geben.
Danach ist genug Zeit für Diskussion.

In den letzten Jahren ist die Kritik der sogenannten „Gender-Ideologie“ immer lauter geworden, für deren Verbreitung sowohl die wissenschaftliche Beschäftigung mit Geschlechterverhältnissen (Gender Studies) und das politische Instrument des Gender Mainstreaming verantwortlich gemacht werden. Auch in Hamburg arbeiten sich politische Akteur_innen immer wieder an dem hier vergleichsweise kleinen Bereich der Gender Studies ab. Was steckt hinter dieser Kritik, wie äußert sie sich und wie reagieren Wissenschaftler_innen aus der Geschlechterforschung auf die Angriffe?

Kathrin Ganz ist Politikwissenschaftlerin und arbeitet an der TU Hamburg in der Forschungsgruppe Arbeit-Gender-Technik. In ihrer Dissertation beschäftigte sie sich mit netzpolitischem Aktivismus in Deutschland. Netzpolitik, soziale Bewegungen und gesellschaftspolitische Fragen der Digitalisierung sind ihre thematischen Schwerpunkte. Sie ist Redakteurin des Open Gender Journal.

Ort: Monetastraße 4, 20146 Hamburg.
Entweder in der Bibliothek oder im Seminarraum. Es wird ausgeschildert sein.

Gender-Empfang 2017

Liebe Lehrende mit Gender- und Diversity-Themen, liebe Kollegin*innen,

hiermit möchten wir Sie sehr herzlich zu unserem diesjährigen Gender-Empfang der Gemeinsamen Kommission Gender & Diversity in die Lounge der TUHH von 18.00 (Einlass) – 20.00 Uhr einladen.

Ein Inputreferat wird von Kathrin Ganz (AG Arbeit-Gender-Technik an der TUHH) zu „Antifeminismus in den Hochschulen“ gehalten und es gibt wieder viele Gelegenheiten für Austausch und Vernetzung.

Alle weiteren Infos sind bitte der Einladung zu entnehmen: Einladung zum Genderempfang

Über Ihr/Euer Kommen würden wir uns sehr freuen und bitten um eine Anmeldung bis 30. Oktober 2017 unter dagmar.filter@uni-hamburg.de wegen der Buffet-Planung.

Lageplan zur Info anbei: campusplan_de TUHH

Mit herzlichen Grüßen

Dagmar Filter

Seminar mit Simone Borgstede: Feministische Theorie

Feministische Theorie:
Von Simone de Beauvoirs ‚Man wird nicht als Frau geboren, man wird es’
zu Gayatri Chakravorty Spivaks ‚Kann die Subalterne sprechen?’

Feminist theory from Simone de Beauvoir’s One is not born, but rather becomes, a woman’ to Gayatri Chakravorty Spivak’s Can the subaltern speak?’

Dieses Seminar soll Studierende in Ansätze feministischer Theoriebildung einführen. Es ist als Lektürekurs konzipiert. Eingebettet werden die an Primärquellen durchgeführten Theorie-Erkundungen in eine historische Einführung, die auch auf Film- und Bildmaterial rekurriert, und eine Kursreflektion.
Die jeweiligen Theoretiker_innen und ausgewählte Texte oder Textauszüge werden von Studierenden per Gruppenreferat eingeführt. Es folgt eine Herausarbeitung der wesentlichen Thesen und eine Textdiskussion, die diese auch auf eigene Erfahrungen anwendet und ihre Tauglichkeit zum Verständnis aktueller Diskurse überprüft.
Das Seminar gibt den Studierenden Gelegenheit zu selbständigem Arbeiten in Gruppen. Es fördert kritisches Lesen, das Verstehen ungewohnter, weil aus dem Mainstream ausgeblendeter Perspektiven, und komplexer Zusammenhänge. Es sensibilisiert für Sexismus und Rassismus, soziale Ausgrenzungen aufgrund von Sexualität, Nation oder Klasse und deren Verschränkungen.

Die Prüfungsleistung setzt sich zusammen aus Gruppenreferat und schriftlicher Ausarbeitung von ca. 6 Seiten = 6 Creditpoints. Individualisierte Creditpoint-Vergabe ist möglich.

Vorbereitende Literatur

Gerhard, Ute, Petra Pommerenke und Ulla Wischermann (Hg.), Klassikerinnen feministischer Theorie: Grundlagentexte Band 1 (1789-1919), Helmer Verlag, Königstein 2008.

Dieselbe, Ulla Wischermann und Susanne Rausche (Hg.), Klassikerinnen feministischer Theorie: Grundlagentexte Band 2 (1920-1985), Königstein 2010.

Schmidbauer, Marianne, Helma Lutz und Ulla Wischermann (Hg.), Klassikerinnen feministischer Theorie: Grundlagentexte Band 3 (ab 1986), Königstein 2013.

 

Vorstellungen zum Seminarablauf:

  1. Gegenseitige Vorstellung und Historische Seminareinführung anhand von Textauszügen/Bildmaterial: Christine de Pizan, Das Buch von der Stadt der Frauen.
  1. Fortführung: Olympe de Gouges, Die Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin; Sojourner Truth, Reden; Virginia Woolf, Die drei Guineen.
  1. Simone de Beauvoir: Das andere Geschlecht.
  1. Michel Foucault: Sexualität und Wahrheit 1.
  1. Judith Butler: Körper von Gewicht.
  1. Andrea Maihofer: Geschlecht als Existenzweise.
  1. Birgit/Robin Bauer: ‚Was heißt hier queer?’
  1. Birgit Rommelspacher: Rassismus; Nationalismus; Sexismus:
  1. bell hooks: Rassismus, Sexismus und Klassismus.
  1. Gayatri Chakravorty Spivak: Can the subaltern speak?
  1. Feminismus und Critical Whiteness Studies (Katharina Röggla, Critical Whiteness Studies).
  1. und 13. Zwei Seminartermine bleiben offen zur Vertiefung auf Wunsch der Seminarteilnehmenden.

Kritik und Vorschläge der Teilnehmenden – gern auch Gedichte, Romane, Fotos oder Filme – sind erwünscht. Der Seminarablauf wird zusammen entschieden und kann innerhalb des Semesters aktualisiert und verändert werden.

Blockseminar zu Intersektionalität im Oktober und Dezember 2017

„Intersektionalität: Theoriegeschichte – Debatten – Praxis“
Blockseminar im Wintersemester 2017/18
Dozentinnen: Jette Hausotter, Kathrin Ganz

Eine Kooperation zwischen der Forschungsgruppe Arbeit–Gender–Technik an der Technischen Universität Hamburg und dem Fachbereich Sozialwissenschaften der Universität Hamburg. Gefördert von der Gemeinsamen Kommission Gender und Diversity Hamburg.

Anrechenbar für das Zertifikat Diversity und Intersektionalität.
4 oder 6 Leistungspunkte
Offen für alle Bachelor- und Magister-Studierenden der Hamburger Hochschulen.
Anmeldung über STiNE oder per Mail bis zum 13.10.2017 an hausotter@tuhh.de

Intersektionalität bezeichnet die Verschränkung und Wechselwirkung von verschiedenen
Herrschafts- und Ungleichheitsverhältnissen. Mittlerweile ist Intersektionalität zu einem
wichtigen Paradigma der Geschlechterforschung geworden und findet auch zunehmend
Eingang in die Ungleichheitsforschung. Intersektionale Theorien entspringen nicht zuletzt den
gesellschaftlichen Analysen politischer Bewegungen. Ein wichtiger Ursprung intersektionalen
Denkens sind dabei antirassistisch-feministische Debatten um soziale Differenzen zwischen
Frauen.
Das Seminar führt anhand ausgewählter Texte in diese Theoriegeschichte ein. Dabei sollen ein
grundlegendes Verständnis der Funktionsweisen der Herrschaftsverhältnisse
Heteronormativismus, Rassismus, Bodyismus und Klassenverhältnisse sowie theoretische
Kenntnisse der Verwobenheit von Diskriminierungs- und Ungleichheitsverhältnissen
erarbeitet werden. Anschließend daran geht es um die produktiven Möglichkeiten des
Transfers intersektionaler Ansätze in soziologische Analysen. Debatten und Ansätze zu
Intersektionalität in der sozialen Ungleichheitsforschung stehen hierbei im Mittelpunkt.
Arbeitsweise: Es wird einen inhaltlichen Einstieg durch die Dozentinnen geben. Für den
Blocktermin bereiten die Studierenden Referate vor: entweder Textreferate, Analysen zum
Umgang ausgewählter Institutionen mit Diskriminierungsvielfalt oder ein eigenes Interview
mit intersektionaler Auswertung. Dazu gibt es jeweils Handreichungen. Den Block selbst
gestalten wir abwechslungsreich mit Referaten, Gruppenarbeiten und Übungen.

Ort: wird noch bekannt gegeben

Termine: Einführung und Referatevergabe am Freitag 27.10.2016, 12-16 Uhr (Pflicht!)
Mi., 13.12.2017, 10-18 Uhr Sitzung 3-6 Geschichte intersektionaler Theorien
Do., 14.12.2017, 10-18 Uhr Sitzung 7-10 Aktuelle Theoriedebatten und gesellschaftliche
Praxisfelder
Fr., 15.12.2017, 10-18 Uhr Sitzung 11-14 Intersektionalität zur Analyse sozialer Ungleichheit

Prüfungsleistungen:
regelmäßige Teilnahme
intensive Vorbereitung (Lektüre, Referatsgruppen)
ausführliches schriftliches Handout
für Benotung und 6 LP zusätzlich: schriftliches Essay (Abgabe: 28.02. & 31.03.2018)

14.03.2017: Chances and Challenges for Female Entrepreneurs in the New Digital Workforce

The U.S. Consulate General in Hamburg celebrates Women’s History Month
and invites you to a lecture by Melissa Fisher, Ph.D. Visiting Assistant Professor of Social and Cultural Analysis at New York University

Chances and Challenges for Female Entrepreneurs in the New Digital Workforce

TUESDAY, MARCH 14, 2017, 19:00-21:00 Uhr

Forum Finkenau (Gebäude B)
HAW Hamburg, Kunst- und Mediencampus
Finkenau 35
22081 Hamburg

Melissa Fisher, a cultural anthropologist, is a Visiting Assistant Professor in the Department of Social and Cultural Analysis at NYU. She earned her Ph.D. and M.A. in cultural anthropology at Columbia University, and her B.A. at Barnard College. She teaches courses in urban culture, finance, and feminism. Her re-search is situated in the interdisciplinary fields of American Studies, Urban Studies, and Gender and Sex-uality Studies as well as Anthropology and Sociology. Her work links insights from critical social theory with ethnographic research. Her first book, Wall Street Women (Duke University Press, 2012), ethno-graphically examines how the first cohort of women in finance enacted market feminisms – incorporat-ing tenets of liberal feminism such as equal rights into Wall Street institutions. Fisher has published book chapters and in journals including City and Society, Collaborative Anthropologies, and Globalizations. She is also the co-editor of Frontiers of Capitalism: Ethnographic Reflections on the New Economy (Duke Press, 2006). Her research has been profiled by The Guardian, The Wall Street Journal, Business Week, the BBC and NPR. Her writings have appeared in publications such as Bloomberg, Bill Moyer’s Group Think, and Truthout. She also appeared in the 2014 documentary Makers: Women in Business. She has received grants and fellowships, including awards from the Alfred Sloan Foundation and the Institute for Advance Study at Lancaster University. She is currently engaged in a new research project on entrepre-neurship, alternative economies, and new forms of racial and gendered activism, based on fieldwork in New York City and Berlin.

Gemeinschaftsveranstaltung von The U.S. Consulate General in Hamburg, American Women’s Club of Hamburg, Zentrum GenderWissen, HAW, Landesfrauenrat.

Flyer (PDF)