Kategorie-Archiv: Veranstaltungen

WiSe 2018-19: Queer-feministische Kunst und Theorie. Schweißen und Flexen für Anfänger_innen

Seminar* (hier auch als: PDF)

Queer-feministische Kunst und Theorie

Schweißen und Flexen für Anfänger_innen. Einführung in Kunst und Theorie

 

Hochschule für bildende Künste Hamburg, Studienschwerpunkt Theorie & Geschichte

Kunst- und Kulturwissenschaften / Gender Studies ab 3. Semester.

Geöffnet auch für Studierende der Gender & Queer Studies.

(Gültig für die Zertifikate Genderkompetenz und Intersektionalität & Diversity)

 

 

Vorbereitungstreffen:

Arbeitsaufteitung:

Referate zu Texten oder künstlerischen Positionen;

Vorstellung eigener künstlerischer Arbeit mit einer zum Seminarthema passenden Fragestellung

(Referate und Präsentationen: max. halbe Stunde)

Punktevergabe und Organisatorisches

Tag 1

Einführung Queer-Feminismus: Welche Felder spielen hier zusammen? (Gay and Lesbian Studies, Black

Studies, Queer Studies, Feminist Studies etc.)

Textreferat plus Gespräch über den Text (Volker Woltersdorff alias Lore Logorrhöe: „Queer Theory und

Queer Politics”)

Referat zu „ACT UP!“ und sprechen über die Arbeiten

Künstlerische Arbeit eine_r Studierenden vorstellen plus Fragestellung an die Gruppe

Abschlussdiskussion

Tag 2

Textreferat zu queer-feministischen Künstler_innen und sprechen über die Arbeiten (Renate Lorenz: „Queer

Art. A Freak Theory“)

Referat zu Renate Lorenz / Pauline Boudry und sprechen über die Arbeiten (Schwerpunkt Video)

Referat zu Felix Gonzalez-Torres und sprechen über die Arbeiten (Schwerpunkt Konzeptkunst)

Künstlerische Arbeit eine_r Studierenden vorstellen plus Fragestellung an die Gruppe

Abschlussdiskussion

Tag 3

Textreferat und Gespräch (Halberstam: “The Queer Art Of Failure: Shadow Feminisms”)

Referat zu Raju Rage und sprechen über die Arbeiten (Schwerpunkt Performance)

Referat zu einer künstlerischen Position (Del LaGrace Volcano) (Schwerpunkt Fotografie)

Künstlerische Arbeit eine_r Studierenden vorstellen plus Fragestellung an die Gruppe

Abschlussdiskussion

Lehrende/r: Joke Janssen, M.A. (promoviert an der HfbK Hamburg)

Zeiten: noch unbekannt. Blockseminar 3 Tage, jeweils 10 – 18 Uhr plus Vorbereitungstreffen

Ort: HfbK, Raum noch unbekannt

Anmeldung:  joke.janssen@gmx.net

 

*Gefördert von der Gemeinsamen Kommission Gender & Diversity der Hamburger Hochschulen, 16.8.2018

WiSe 2018-19: In Feminist Fashion! Einführung in feministische Modetheorien im Kontext zeitgenössischer Kunstpraxen

Seminar* (hier auch als: PDF)

In Feminist Fashion! Einführung in feministische Modetheorien im Kontext

zeitgenössischer Kunstpraxen (Blockseminar)

 

Hochschule für bildende Künste Hamburg, Studienschwerpunkt Theorie & Geschichte

Kunst- und Kulturwissenschaften / Gender Studies. Geöffnet auch für Studierende der Gender & Queer Studies.

(Gültig für das Zertifikat Genderkompetenz Zentrum GenderWissen)

 

Kommentar:Vogue is the new you, over the old you“ beschreibt die feministische Künstlerin Martha Rosler sloganhaft und kritisch das populäre Modemagazin in ihrer Performance „Martha Rosler reads Vogue“ aus dem Jahre 1981. Mode und ihre Medien sind Trägerinnen von Versprechen, von Normierungen, von Begehren. Mit Lektüren feministischer Modetheorien wollen wir uns den Ambivalenzen der Mode annähern. Feministische Theorien der 1980/90er Jahre betrachten – in Abgrenzung zur Konsumkritik der 1970er Jahre – Mode, Modehandeln und Schönheitspraxen differenzierter und ambivalenter. Was ist an diesen Texten heute interessant? Wie könnte eine Aktualisierung dieser feministischen Positionen aussehen? Wir beschäftigen uns in diesem Zusammenhang auch mit aktuellen Positionen der Modetheorie. Wie wird durch die Lektüren der Texte unser Blicken auf künstlerische Arbeiten verändert?

In der Auseinandersetzung mit künstlerischen Positionen betrachten wir auch die Verhandlung von Modezitaten und Gender in künstlerischen Praxen. Hierbei kann es auch um Arbeiten und Arbeitsansätze von Studierenden selbst gehen – für eine Verknüpfung von Recherche- und Theoriearbeit mit der eigenen künstlerischen Praxis.

Mit Beiträgen u.a. von Cordula Bischoff / Christina Threuter, Silvia Bovenschen, Isabelle Graw, Hannah Höch, bell hooks, Elfriede Jelinek, Jennie Livingston, Hanne Loreck, Leslie W. Rabine, Martha Rosler, Barbara Vinken, Nicole Wermers, Elizabeth Wilson.

Voraussetzung: Bereitschaft und Lust auf die Lektüre von theoretischen Texten (deutsch & englisch) zum Seminarthema, sodass alle Seminarteilnehmer*innen eine Grundlage für die gemeinsame Diskussion haben, wir aber auch Fragen / Fragwürdiges an den Texten besprechen können. In Kleingruppen wird ein Input vorbereitet und zur vertieften Vorbereitung gibt es „written responses“ zu einem weiteren Text nach eigener Wahl, um sich der Thematik durch eigenes Schreiben anzunähern. Besuch des Vortreffens und Lektüre der Texte ist obligatorisch für die Seminarteilnahme.

Lehrende: Wiebke Schwarzhans M.A. (Doktorandin HFBK Hamburg)

Anmeldung: info@wiebkeschwarzhans.de

Vorbesprechung HfbK:

DO, 25.10.2018, 15-18 Uhr, Raum 124

Blocktermine HfbK:

DO, 29.11.2018, 10-18 Uhr, Raum 124

FR, 30.11.2018, 10-18 Uhr, Raum 124

SA, 01.12.2018, 10-18 Uhr, Raum 124

 

*Gefördert von der Gemeinsamen Kommission Gender & Diversity der Hamburger Hochschulen, 16.8.2018

WiSe 2018-19: Tragic Misreadings Intersektionalität, Diversity, Ungleichheitsverhältnisse im Feld!

24-410.10* (hier als: PDF)

Tragic Misreadings
Intersektionalität, Diversity, Ungleichheitsverhältnisse im Feld!
Wer sind wir, was sehen wir, (auf) wen treffen wir (nicht)?
Universität Hamburg Sozialwissenschaften, BA- freier Wahlbereich und auch geöffnet und für Interessierte aus anderen Fächern und Hamburger Hochschulen.

(Pflichtseminar für das Zertifikat Intersektionalität & Diversity Zentrum GenderWissen Hamburg)


Kommentar: In diesem Seminar zu Intersektionalität werden wir intersektionale Verhältnisse in unterschiedlichen Feldern wissenschaftlicher Forschung und Arbeit erkunden. Hier wird deutlich werden, dass mit Einnahme einer intersektionalen Perspektive Bereiche nicht mehr unbedingt klar einem akademischen Thema zugeordnet werden können. Offensichtlich wird die Produktivität einer solchen Perspektive, wenn die Interessen akademischer Felder durch die Anerkennung von Überschneidungen erweitert werden und neue Fragestellungen entstehen. Das Seminar konzentriert sich auf die Interventionen und Erkenntnisse, die intersektional arbeitende Autor_innen bereitstellen können. Damit werden wir vertiefend die Besonderheit intersektionaler Theoriebildung in den Blick nehmen, dass wir es hier häufig mit biographisch motivierten Interventionen in als hegemonial wahrgenommene wissenschaftliche Praxen zu tun haben, was immer wieder gleichzeitig Stärke und Angriffspunkt intersektionaler Arbeiten ist.
Die besprochenen Texte bearbeiten Differenzen jeweils aus unterschiedliche Motivationen und Positionen heraus. Wir werden beispielsweise queere Texte und queere Bewegungen, rassismuskritische Interventionen und Überlegungen zu Weißsein oder Eingaben aus den Disability Studies diskutieren. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei der eigenen Eingebundenheit in Herrschaftsverhältnisse und den daraus resultierenden Möglichkeiten der Einnahme einer forschenden Perspektive und einer forschenden Praxis.
Das Seminar zielt damit darauf ab, für die zukünftige Forschungsarbeit zu sensibilisieren, Handlungs- und Positionierungsmöglichkeiten aufzuzeigen und nicht zuletzt die Freude und den Erkenntnisgewinn einer intersektionalen Perspektive aufzuzeigen.
Anforderung: Die Teilnehmenden sind gefragt, deutsche und englische Texte zu lesen und sich mit der eigenen Verschränkung innerhalb gesellschaftlicher Prozesse auseinander zu setzen, dies insbesondere mit der Perspektive, als Forschende mit gesellschaftlichen Differenzen und Machtverhältnissen verantwortungsvoll arbeiten zu können.

Abschluss: Der Kurs wird abgeschlossen mit 4 LP für ein 3 – 5 seitiges Referat.

In Absprache gibt es  2 LP für regelmäßige Beteiligung für Studierende, die nicht aus den Sozialwissenschaften der UHH kommen.

Lehrende/r: Joke Janssen, M.A. (promoviert an der HfbK Hamburg)

 

Zeit und Ort:

Mo 22. Oktober 2018, 10.15  – 11.45 Uhr

Ort: Zentrum GenderWissen, Monetastraße 4, 20146 Hamburg

Seminarraum im Untergeschoss.

Anmeldung: Aufgrund der Raumsituation teilnahmebegrenzt.

Für Studierende der UHH, die sich über STiNE im Fachbereich Sozialwissenschaften anmelden gibt es 10 Plätze.

Für diejenigen, die sich nicht über STiNE anmelden können, sind weitere 10 Plätze im Losverfahren über das Zentrum GenderWissen vorgesehen. Diejenigen melden sich bitte bis 16. Oktober  2018 an im Zentrum GenderWissen bei: dagmar.filter@uni-hamburg.de

 

*Gefördert von der Gemeinsamen Kommission Gender & Diversity der Hamburger Hochschulen, 16.8.2018

WiSe 2018-19: Einführung in feministische Theorien und Perspektiven des Postkolonialismus: Aktuelle Diskurse

64-691* (hier auch als: PDF)

‚Einführung in feministische Theorien und Perspektiven des Postkolonialismus: Aktuelle Diskurse.’ Lektürekurs.

Informatik Universität Hamburg (STiNE) und geöffnet für Studierende der Gender & Queer Studies der Hamburger Hochschulen.

(Gültig für das Zertifikat Genderkompetenz Zentrum GenderWissen Hamburg)

Kommentar: Wir setzen uns mit Texten und Gesprächen auseinander, analysieren Bild- und Filmmaterial und diskutieren theoretische Konzepte zu aktuellen Debatten transnationaler feministischer Perspektiven auch im Kontext von Flucht und Migration und den damit verbundenen Diskursen um Sicherheit und Menschenrechte. Das Seminar fördert kritisches Lesen und sensibilisiert für Sexismus und Rassismus, soziale Ausgrenzungen aufgrund von sexueller Orientierung, Nation oder Klasse und deren Verschränkungen. Wir versuchen theoretische Konzepte auf unsere Alltagserfahrungen anzuwenden und diese zu theoretisieren. Das Seminar gibt Gelegenheit, aktuelle Machtverhältnisse und deren Veränderungen zu analysieren und auf Möglichkeiten feministischer, antirassistischer Intervention hin zu untersuchen.

Vorbereitende Literatur:

Do Mar Castro Varela, Maria und Dhawan, Nikita, Postkoloniale Theorie: Eine kritische Einführung. Bielefeld: Transkript 2. Aufl. 2014.

Ankommen zwischen Willkommenskultur und rassistischen Diskursen: Manuela Bojadzijev: Das ist auch eine politische Mobilisierung. Gespräch. (https://heimatkunde.boell.de/2016/03/03/das-ist-auch-eine-politische-mobilisierung-ein-gespraech-mit-manuela-bojadzijev).

Rassismus und Sexismus: Gabriele Dietze: Das ‚Ereignis Köln’ (2016).

Herausforderungen in der Musikszene? bell hooks on Beyoncé: Moving beyond Pain (2016) und Nachtrag auf Kritik.

Arbeit / Globalisierung: Encarnación Gutiérrez Rodriguéz: Das postkoloniale Europa dekonstruieren. Zu Prekarisierung, Migration und Arbeit in der EU (2009) (http://archiv.labournet.de/diskussion/eu/sopo/rodriguez.pdf) und

Beiträge aus Femina Politika 1/2016, Moderne Sklaverei und extreme Ausbeutung in globalisierten Arbeits- und Geschlechterverhältnissen (http://www.femina-politica.de/inhalte/sklaverei.html).

Kritik der Menschenrechte aus feministisch-postkolonialer Perspektive: Jeanette Ehrmann, Traveling, Transplanting and Translating Human Rights. Zur Kritik der Menschenrechte aus feministisch-postkolonialer Perspektive in: Femina Politika 2/2009, 84-94; Auszug:

‚Ethik ist demzufolge keine freiwillige und individuelle Entscheidung des autonomen, freien und vernünftigen Selbst, sondern genuin eine Frage der zwischenmenschlichen Beziehungen, die daraus entspringt, dass wir als Menschen nicht nur als Einzelne, sondern immer schon in soziale Zusammenhänge hineingeboren werden. Im Anschluss an Emmanuel Lévinas versteht Spivak Ethik als die Beziehung des Ich zum Anderen: nicht als „selbstmotiviertes politisches Kalkül –‚das Richtige tun‘“ – sondern als „Offenheit gegenüber der imaginierten Handlungsfähigkeit der Anderen“ (Spivak 2008, 39). Verantwortung heißt demzufolge zuallererst die Einsicht, in globale Verflechtungen und Machtasymmetrien eingebunden zu sein, die die Komplizenschaft der von der Transnationalität Privilegierten beinhaltet. So sieht Spivak mit ihrem Vorschlag des Vernähens nicht nur die Inklusion Subalterner in den Bereich der autonomen Rechtssubjekte vor, sondern legt den Grundstein für ein grundsätzliches Umdenken der Idee der Menschenrechte in der postkolonialen Welt, die Konsequenzen sowohl für Privilegierte als auch für Subalterne mit sich bringt.’

Repräsentation, Selbstorganisierung, Solidarität: Elisabeth Fink, Uta Ruppert: Postkoloniale Differenzen über transnationale Feminismen. Eine Debatte zu den transnationalen Perspektiven von Chandra T. Mohanty und Gayatri C. Spivak (2009).

Selcuk Yurtsever-Kneer: Strategien feministischer Migrantinnenpolitik (2004) (http://www.trend.infopartisan.net/trd0104/t110104.html). Filmspot: Women in Exile.

Maria Do Mar Castro Varela, Nikita Dhawan: Postkolonialer Feminismus und die Kunst der Selbstkritik (2012).

Monika Mokre: Solidarität als Übersetzung (2015). Material: NINA – fraueN IN Aktion – womeN IN Action.

Das persönliche ist politisch! Gespräch zwischen bell hooks und Jill Soloway (2016).

Weitere Texte – gern auch Gedichte, Romane – und anderes Material (Film, Bilder) werden zusammen ergänzt – Vorschläge der Teilnehmenden erwünscht!

Abschluss: Der Kurs wird abgeschlossen mit 2, 4 oder 6 LP in Absprache mit der Dozentin. 2 LP gibt es für regelmäßige Beteiligung, 4 für ein Referat, 6 für Referat und schriftliche Reflexion.

Lehrende: Dr. Simone Borgstede

 

Zeit:

Do 18. Oktober  2018, 10.15 – 11.45 Uhr

Ort: Zentrum GenderWissen, Monetastraße 4, 20146 Hamburg

Seminarraum im Untergeschoss.

Anmeldung: Aufgrund der Raumsituation teilnahmebegrenzt.

Für Studierende der UHH über STiNE im Fachbereich Informatik. Hier Teilnahme 15 Studierende.

Für diejenigen, die sich nicht über STiNE anmelden können, sind weitere 15 Plätze im Losverfahren über das Zentrum GenderWissen vorgesehen. Diejenigen melden sich bitte bis 16. Oktober  2018 an im Zentrum GenderWissen bei: dagmar.filter@uni-hamburg.de


*Gefördert von der Gemeinsamen Kommission Gender & Diversity der Hamburger Hochschulen, 16.8.2018

14.06.2018, 18-20 Uhr: Antifeminismus in Bewegung: Aktuelle Debatten um Geschlecht und sexuelle Vielfalt

Buchpräsentation und Podiumsdiskussion
am Donnerstag, 14. Juni 2018, 18-20 Uhr

Universität Hamburg, Edmund-Siemers-Allee 1, Westflügel (linkes Gebäude neben dem Hauptgebäude), Raum 221.

Maskulist_innen, rechte Populist_innen, christliche Fundamentalist_innen und Neonazis mischen sich verstärkt in Debatten um Geschlechter- und Gleichstellungspolitik ein. Mit zunehmenden Erfolgen: In öffentlichen Diskussionen fassen antifeministische Narrative Fuß, die Behauptungen darüber anstellen, was „der Feminismus“ oder an geschlechtlicher Vielfalt orientierte Gleichstellungspolitik seien.

Der Sammelband „Antifeminismus in Bewegung: Aktuelle Debatten um Geschlecht und sexuelle Vielfalt“ setzt sich mit dieser Entwicklung kritisch auseinander. In der Präsentation des Bandes wollen wir umreißen, worum es bei der Kritik von Rechts an Feminismus und Gender-Politiken geht und welche gesellschaftspolitischen Vorstellungen sich dahinter verbergen. Mitherausgeberin Juliane Lang diskutiert mit Autor Clemens Fobian die Tragweite antifeministischer Debatten und die Folgen dessen für die pädagogische Arbeit, insbesondere im Themenfeld sexualisierte Gewalt.

Juliane Lang, Geschlechterwissenschaftlerin, arbeitet wissenschaftlich, journalistisch und in der politischen Bildungsarbeit zu Themen rund um Rechtsextremismus und Geschlecht, aktuell tätig im Forschungsprojekt „KRisE der GeschlechterVERhältnisSE? Anti-Feminismus als Krisenphänomen mit gesellschaftsspaltendem Potenzial“ (REVERSE)” an der Philipps-Universität Marburg.

Clemens Fobian, Sozialpädagoge und Systemischer Therapeut i.A., Lehrbeauftragter an der HAW-Hamburg und der Ev. Hochschule des Rauhen Haus, Mitbegründer von basis-praevent, einer Beratungsstelle bei sexueller Gewalt gegen Jungen. In der Erwachsenenbildung und der Präventionsarbeit tätig www.basis-praevent.de

17. Mai 2018, 19-21 Uhr: Das Versagen der Kleinfamilie (Vortrag und Workshop)

Kapitalismus, Liebe und der Staat – und matrilineare Alternativen

Hörsaal der Universität Hamburg, Edmund-Siemers-Allee 1 Westflügelbau neben Hauptgebäude, R 221

Die Politikwissenschaftlerin und Autorin Mariam Irene Tazi-Preve präsentiert die wichtigsten Inhalte ihres aktuellen Buches. Die Sozialpädagogin, Autorin und Filmemacherin Dagmar Margotsdotter stellt Fragen und moderiert die anschließende Diskussion

Vortagsinhalt: Geburtenrückgang, hohe Scheidungsraten, überlastete Mütter in Beruf und Familie führen zum Gerede von der Krise der Familie. Mariam Irene Tazi-Preve geht vom Leiden an den kleinfamilialen Verhältnissen aus und fragt: Kann das Liebespaar wirklich die Basis einer ganzen Gesellschaftsordnung sein? Dieses Buches legt die historischen und ideologischen Ursachen des Dilemmas der Kleinfamilie dar, anstatt einem “individuellen Verschulden” nachzugehen. Die Autorin greift alle relevanten Themen pointiert und fachkundig auf, das Drama der Mutterschaft, die neue Vaterschaftsdebatte und die Vereinbarkeitsfrage. Sie analysiert die Politik und ihr Interesse an der “kleinsten Zelle des Staates” und zeigt auf, wie das Wirtschaftssystem die Kleinfamilie für sich nutzt und sie an die Grenzen der Belastbarkeit bringt. Es ist eine Bestandsaufnahme des Versagens der Kleinfamilie sowie ein ebenso wissenschaftlich fundiertes wie leidenschaftliches Plädoyer für die notwendige Abkehr vom „Glaubenssystem Kleinfamilie”. Die Schlussfolgerungen aus den (Miss)Verhältnissen des herrschenden Familienideals führen zum Aufzeigen von Alternativen, die andere Gesellschaften uns vorleben.

Mariam Irene Tazi-Preve
Professorin für Politikwissenschaft und Geschlechterforschung an der University of New Orleans, Zivilisationstheoretikerin mit visionärem Blick, Österreicherin, langjährige wissenschaftliche Tätigkeit in Wien, Vorträge in Amerika und Europa.

Dagmar Lilly Margotsdotter
Dipl. Sozialpädagogin, Autorin und Filmemacherin (z.B. „Wo die Freien Frauen wohnen“ über die Mosuo in China), besucht seit rund zwanzig Jahren matriarchale Gesellschaften. Sie dokumentiert, hält Vorträge und gibt Seminare über die gesellschaftlichen Unterschiede z. Matriarchat und Patriarchat.

Eine Veranstaltung der matria-Oase (www.matria.de) und matriaCon Schule. In Kooperation mit dem Zentrum GenderWissen der Hamburger Hochschulen, Monetastraße 4, 20146 Hamburg, www.zentrum-genderwissen.de.

Am nächsten Tag (Freitagvormittag) findet ein vertiefender Workshop statt:

Workshop: Matriarchale Klans und patriarchale Kleinfamilien
Freitag 18. Mai 2018 von 10.00 – 13.00 Uhr
Ort: Zentrum GenderWissen, Monetastraße 4, 20146 Hamburg

Mit Mariam Irene Tazi-Preve, Dagmar Margotsdotter und Uschi Madeisky (Filmemacherin und Autorin, Vorstand MatriaVal e.V.)
Bücher- und Filmtisch
Der Eintritt ist frei

Eine Anmeldung ist erforderlich bei Dagmar Filter, Zentrum GenderWissen: dagmar.filter@uni-hamburg.de.
Die Teilnahmeplätze sind leider aus Raumgründen eingeschränkt.
Barrierefreier Zugang ist möglich, bitte vor der Veranstaltung Kontakt aufnehmen mit Dagmar Filter.

Vortragsreihe und Workshops: Rassismus und Schule

… ab 9. Mai 2018 in der Universität Hamburg

In der Lehrkräfteausbildung an der Universität Hamburg werden Themen wie Heterogenität und Inklusion zwar häufig behandelt, allerdings fehlt die kritische Perspektive auf die sozialen Dimensionen von rassistischer Diskriminierung im Bildungssektor. Einhergehend fehlen vermehrt die Perspektiven von betroffenen Personen und Aktivist*innen, die sich gegen Diskriminierungen einsetzten. Darüber hinaus wird struktureller Rassismus und das Ineinandergreifen von Diskriminierungen auf individueller, institutioneller und kultureller Ebene wenig bis gar nicht thematisiert.

Die Veranstaltungsreihe zu Rassismus und Schule an der Universität Hamburg im Sommersemester 2018 soll Expert*innen und Initiativen der Rassismus- und diskriminierungskritischen Arbeit Raum geben. Dabei sollen besonders Personen zu Wort kommen, die der strukturellen Diskriminierung ausgesetzt sind und sich analytisch, als auch praktisch damit auseinander setzen und sich wehren.
Die Veranstaltungsreihe besteht aus Vorträgen und Workshops, die sich mit verschiedenen Themenbereichen zu „Rassismus und Schule“ auseinandersetzen. Teilweise ist bei den Workshops eine Anmeldung erforderlich.


9.5. 18-20 Uhr – Einführungsveranstaltung (steht noch nicht fest)


16.5. 15-21 Uhr – Tsepo Bollwinkel (Workshop)

In dem Workshop werden Privilegien erkannt und reflektiert, insbesondere, aber nicht nur, bezogen auf rassistische Strukturen. Der Workshop richtet sich insbesondere an (angehende) Pädagog*innen.


30.5. 18-20 Uhr – Elina Marmer

Darstellung von Rassismus in der Schule/Schulalltag und in Schulbüchern, und welche Konsequenzen das für die Schüler*innen hat (Basierend auf ihrem Buch: Wie Rassismus aus Schulbüchern spricht).


6.6. 18-20 Uhr – Josephine Apraku & Jule Bönkost

Darstellung von Möglichkeiten diskriminierungssensibler Bildungsarbeit von zwei Referentinnen des Instituts diskriminierungssensibler Bildungsarbeit in Berlin (IDB).


13.6. 18-20 Uhr – Podiumsdiskussion (steht noch nicht fest)


20.6. 18-21 Uhr – Noah Sow

Gut gemeint ist nicht gleich gut gemacht: Grundlagenvortrag zum Thema “Alltäglicher Rassismus”, es wird vermittelt, dass nicht nur intentionales Handeln rassistisch sein kann, sondern es auf die Effekte ankommt. Die Referentin bezieht sich u. a. auf ihr Buch „Deutschland Schwarz Weiß“.

Anschließend:

Das Colloquium of Color ist offen für Studierende of Color, d.h. Menschen, die über negative Rassismuserfahrungen aus erster Hand verfügen und im Bildungs- und Wissenschafts-betrieb strukturell benachteiligt werden. Inhaltlich widmet sich das Colloquium der Diskussion und Vertiefung der Vortragsthemen sowie dem Austausch der primär Belasteten.

 

27.6. 18-20 Uhr –  Aysun Dogmus

Theoretische/Grundlagen Einführung zum Thema Rassismus im Schulkontext am Beispiel Antimuslimischem Rassismus. Unterschied Antirassismus und Rassismuskritik? Pädagogische Handlungsperspektiven & Reflexion.

 

6.7. 16-18 Uhr – Isabelle Spieker

Eine Schwarze Lehrerin berichtet von ihren eigenen Erfahrungen als rassismuskritische Lehrerin und stellt mögliche Handlungsperspektiven dar.

 

11.7. 18-20 Uhr – Annita Kalpaka

Hochschule als Bildungseinrichtung zwischen Gleichheitsanspruch und Diskriminierungswirklichkeit – Einblick in Prozesse der Auseinandersetzung mit Diskriminierung im Hochschulalltag. Unter diesem Titel wird besprochen, wer von den Hochschulstrukturen profitiert bzw. wer nicht. Außerdem gibt die Referentin einen Ausblick auf zukünftige Handlungen und Sensibilität für die Thematik.

 

Es finden auch Workshops statt am 16.5. und 25.5.2018.

Aktuelle Infos unter https://www.facebook.com/VeranstaltungsreiheUHH/?ref=bookmarks

Kontakt: rassismuskritik_uhh@reiseup.net

Die Initiative Rassismus und Schule besteht zurzeit aus 10 festen Mitgliedern, die sich wöchentlich treffen, um die Veranstaltungsreihe zu organisieren. Die Idee einer studentisch organisierten Veranstaltungsreihe hat im Januar 2018 zu der Bildung der Initiative geführt, da wir uns einig waren, dass die Thematik Rassismus im Bildungsbereich unterrepräsentiert ist.

29.01.2018, Vortrag Catherine Newmark: ‚Backlash‘ auf feministische Bewegungen und Gender Studies

Wir laden ein zum öffentlichen Vortrag von Catherine Newmark: ‚Backlash‘ auf feministische Bewegungen und Gender Studies –Die aktuelle Situation und mögliche Gegenstrategien

Am 29. Januar 2018, von 19 – 21 Uhr im Hörsaal M der Universität Hamburg, Hauptgebäude, Edmund-Siemers-Allee 1

„Das andere Geschlecht“ von Simone de Beauvoir wurde bei Erscheinen 1949 vom Vatikan auf den Index gesetzt, den Feministinnen der zweiten Frauenbewegung wurde das Etikett der „hässlichen Emanze“ aufgeklebt, gegen die Homo-Ehe marschierten in verschiedenen europäischen Ländern katholische Bündnisse und aktuell werden die Gender Studies als abwegige Ideologie und „Genderwahn“ attackiert. Seit es Feminismus und Kritik an gesellschaftlichen Geschlechterordnungen gibt, gibt es auch den sogenannten „Backlash“, also die reaktionäre und oft lautstarke Opposition zum Ideal der Gleichheit der Geschlechter. Oder auch, etwas raffinierter, und gerne aus gemäßigteren Kreisen heraus, die Behauptung, die Gleichheit sei schon da, und jetzt müsse mal genug sein mit der Aufregung um Frauenrechte oder dergleichen.
Aktuell manifestiert sich der Backlash sowohl als lautstarke Polemik aus klassisch rechtskonservativer und religiöser Ecke, aber auch zunehmend in Internet- und Verschwörungstheorie-affinen „maskulinistischen“ Kreisen, denen zufolge die feministische Weltherrschaft kurz bevorsteht. Sowie, interessanterweise, auch als Kritik aus liberalen und linken Kreisen heraus, die seit dem Aufstieg populistischer politischer Bewegungen und insbesondere nach dem Schock des Wahlsieges von Donald Trump die sogenannten „Identitätspolitiken“, also alles was irgendwie mit „race, class, gender“ zu tun hat, als das die Gesellschaft spaltende Problem ausgemacht zu haben meint, das die Hinwendung klassischer Arbeiterschichten zum rechten Rand miterklären soll.
Der Vortrag will den verschiedenen aktuellen Manifestationen des Backlashes auf den Grund gehen, und einige damit verbundene Fragen beleuchten. Wie ist solcher Gegnerschaft strategisch am besten zu begegnen? Wie lassen sich trotzdem Dissense innerhalb feministischer Diskussionen artikulieren und wie auch nötige Selbstkritik leisten? Und schließlich: was lehrt uns die Gleichstellungspolitik der letzten Jahre über die Bedingungen, unter denen feministische Forderungen im Mainstream die besten Chancen haben, Gehör zu finden?

Catherine Newmark ist promovierte Philosophin. Nach einigen Jahren als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Philosophie der Freien Universität Berlin arbeitet sie heute als freie Kulturjournalistin mit Schwerpunkt Film, Philosophie, Geisteswissenschaften und Gender Studies. Beim Deutschlandradio Kultur ist sie als Autorin und Redakteurin tätig, u.a. für die Philosophie-Sendung „Sein und Streit“. Beim Philosophie Magazin ist sie Chefredakteurin der Sonderausgaben. Außerdem ist sie als Kolumnistin für Zeit Online und für das Nordwestradio tätig.

 

Der Vortrag ist eine Kooperation mit:
filia.die frauenstiftung Hamburg
Gleichstellungsbeauftragte der WiSo Fakultät Universität Hamburg
Zentrum GenderWissen und Gemeinsame Kommission Gender & Diversity der Hamburger Hochschulen

04.11.2017: „Antifeminismus – Wer hat Angst vor Gender?“ Vortrag & Diskussion mit Kathrin Ganz

Herzliche Einladung zur Nacht des Wissens!
„Antifeminismus – Wer hat Angst vor Gender?“
04.11.2017, Zentrum GenderWissen

Wir haben unsere Türen von 18.00 – 20.00 Uhr für Euch geöffnet. Nach einer kurzen Vorstellung unserer Einrichtung wird es von der Wissenschaftlerin Kathrin Ganz einen Vortrag zum bundesweit aktuellen Thema „Antifeminismus – Wer hat Angst vor Gender?“ – auch unter Berücksichtigung des Hochschulkontextes – geben.
Danach ist genug Zeit für Diskussion.

In den letzten Jahren ist die Kritik der sogenannten „Gender-Ideologie“ immer lauter geworden, für deren Verbreitung sowohl die wissenschaftliche Beschäftigung mit Geschlechterverhältnissen (Gender Studies) und das politische Instrument des Gender Mainstreaming verantwortlich gemacht werden. Auch in Hamburg arbeiten sich politische Akteur_innen immer wieder an dem hier vergleichsweise kleinen Bereich der Gender Studies ab. Was steckt hinter dieser Kritik, wie äußert sie sich und wie reagieren Wissenschaftler_innen aus der Geschlechterforschung auf die Angriffe?

Kathrin Ganz ist Politikwissenschaftlerin und arbeitet an der TU Hamburg in der Forschungsgruppe Arbeit-Gender-Technik. In ihrer Dissertation beschäftigte sie sich mit netzpolitischem Aktivismus in Deutschland. Netzpolitik, soziale Bewegungen und gesellschaftspolitische Fragen der Digitalisierung sind ihre thematischen Schwerpunkte. Sie ist Redakteurin des Open Gender Journal.

Ort: Monetastraße 4, 20146 Hamburg.
Entweder in der Bibliothek oder im Seminarraum. Es wird ausgeschildert sein.