Kategorie-Archiv: Veranstaltungen

Vortrag 23. Mai 2016: Frauenrechte global. Auswirkungen der CEDAW-Konvention

Frauenrechte global: Auswirkungen der CEDAW Konvention

Vortrag von Prof. Dr. Susanne Zwingel, Florida International University, Miami, USA

im Zentrum GenderWissen der Hamburger Hochschulen am 23. Mai 2016

Die UN-Frauenrechtskonvention (CEDAW) etabliert eine völkerrechtliche Gleichstellungsnorm für Frauen und Männer zu der sich fast alle Staaten der Welt verpflichtet haben. Aber hat dieser global formulierte Anspruch die Lebenswelten von Frauen beeinflusst? Der Vortrag zeigt, dass und wie transnationale Akteure um die CEDAW Konvention dazu beitragen, Frauenrechte in gelebte Realität zu übersetzen. Dies hat dazu geführt, dass Frauenrechte weltweit mehr geachtet werden und ihre Reichweite ausgedehnt wurde. Gleichzeitig werden sie aber auch ständig kritisch re-interpretiert und ihre Umsetzung erfolgt prinzipiell eher eklektisch als systematisch. Frauenrechte sind daher nicht als abgegrenzten normativen Inhalt anzusehen, sondern als kontinuierlichen transnationalen Aushandlungsprozess zu begreifen.

PowerPoint-Präsentation von Susanne Zwingel (auf deutsch)

2016-zwingel-susanne

Buchautorin Susanne Zwingel (University Miami, USA) stellt ihr neuestes Buch „Translating International Women`s Rights. The CEDAW Convention in Context“ vor. Vortrag in deutsch.
Moderation und kurzes Statement Martina Kamp, M.A.
19-21 Uhr, Monetastraße 4, 20146 Hamburg, Seminarraum.

07. Juni 2016: Wir nehmen teil am *Diversity Tag*

webbanner-diversitytag-2016

Wie unsere Einrichtungen im Bereich Diversity nützlich sein können.

Vortrag mit Führung
Das Zentrum GenderWissen und die dazu gehörige „Zentrale Bibliothek Frauenforschung, gender und queer studies“ stellen sich und ihre Aktivitäten vor.

Zielgruppe: alle Interessierten

Anmeldung: nicht nötig

Zeit: 14.30 bis 15.30 Uhr

Ort: Monetastraße 4, Erdgeschoss

Ab 07.04.2016: Feministische Theorie von Beauvoir bis Spivak

Geöffnet für Studierende der Informatik der UHH und für Studierende im interdisziplinären freien Wahlbereich Gender & Queer Studies der HH-Hochschulen:
LV-Nr. 64-691
Feministische Theorie von Simone de Beauvoirs ‚Man wird nicht als Frau geboren, man wird es’ zu Gayatri Chakravorty Spivaks ‚Kann die Subalterne sprechen?’

Feminist theory from Simone de Beauvoir’s ‘One is not born, but rather becomes, a woman’ to Gayatri Chakravorty Spivak’s ‘Can the subaltern speak?’

Lehrende: Simone Borgstede, Ph.D.

Beginn: Do 07.04.2016, 10.15 – 11.45 Uhr
Ort: Seminarraum Zentrum GenderWissen, Monetastraße 4, 20146 Hamburg
Max. 18 Studierende
Eine Kooperationsveranstaltung zwischen Gemeinsamer Kommission Gender & Diversity der Hamburger Hochschulen und dem Fachbereich Informatik der Universität Hamburg.

Kommentar/ Inhalt:
Dieses Seminar soll Studierende in Ansätze feministischer Theoriebildung einführen. Es ist als Lektürekurs konzipiert. Eingebettet werden die an Primärquellen durchgeführten Theorie-Erkundungen in eine historische Einführung, die auch auf Film- und Bildmaterial rekurriert, und eine Kursreflektion.
Die jeweiligen Theoretikerinnen und ausgewählte Texte oder Textauszüge werden von Studierenden per Gruppenreferat eingeführt. Es folgt eine Herausarbeitung der wesentlichen Thesen und eine Textdiskussion, die diese auch auf eigene Erfahrungen anwendet und ihre Tauglichkeit zum Verständnis aktueller Diskurse überprüft.
Das Seminar gibt den Studierenden Gelegenheit zu selbständigem Arbeiten in Gruppen. Es fördert kritisches Lesen, das Verstehen ungewohnter, weil aus dem Mainstream ausgeblendeter Perspektiven, und komplexer Zusammenhänge. Es sensibilisiert für Sexismus und Rassismus, soziale Ausgrenzungen aufgrund von sexueller Orientierung, Nation oder Klasse und deren Verschränkungen.

Die Prüfungsleistung setzt sich zusammen aus Gruppenreferat und schriftlicher Ausarbeitung.

Vorbereitende Literatur
Gerhard, Ute, Petra Pommerenke und Ulla Wischermann (Hg.), Klassikerinnen feministischer Theorie: Grundlagentexte Band 1 (1789-1919), Helmer Verlag, Königstein 2008.
Dieselbe, Ulla Wischermann und Susanne Rausche (Hg.), Klassikerinnen feministischer Theorie: Grundlagentexte Band 2 (1920-1985), Königstein 2010.
Schmidbauer, Marianne, Helma Lutz und Ulla Wischermann (Hg.), Klassikerinnen feministischer Theorie: Grundlagentexte Band 3 (ab 1986), Königstein 2013.

Seminarablauf
1. und 2. Historische Seminareinführung anhand von Textauszügen/Bildmaterial und Filmspots, u.a. von Christine de Pizan; Olympe de Gouges; Sojourner Truth; Virginia Woolf.

3. Simone de Beauvoir: Das andere Geschlecht.

4. Und 5. Judith Butler: Das Unbehagen der Geschlechter und Körper von Gewicht.

6. Andrea Maihofer: Geschlecht als Existenzweise.

7. Birgit/Robin Bauer: ‚Was heißt hier queer?’

8. Birgit Rommelspacher: Rassismus; Nationalismus; Sexismus: Dominanzkultur.

9. bell hooks: Klassismus; Rassismus und Sexismus.

10. Gayatri Chakravorty Spivak: Can the subaltern speak?

11. Feminismus und Critical Whiteness Studies.

12. und 13. Zwei Seminartermine bleiben offen zur Vertiefung auf Wunsch der Seminarteilnehmenden.

14. Kursreflektion.

Ab 08.04.2016: Seminar „Ver-rückte Verhältnisse: Perspektiven von Jugendlichen auf non-konforme Elternschaften im Film“

Dr. Bettina Kleiner, Seminar im Sommersemester 2016
Sozialisation und Entwicklung (AEW)
Freitags 14 bis 16 Uhr (ab 8.4.2016)

Ver-rückte Verhältnisse: Perspektiven von Jugendlichen auf non-konforme Elternschaften im Film.
Familie kann inzwischen vieles sein. Kinder und Jugendliche wachsen nicht nur in heterosexuellen (Geburts-)Familien mit zwei Elternteilen auf, sondern auch bei lesbischen Müttern und schwulen Vätern, bei trans*geschlechtlichen Eltern(teilen) oder auch bei mehreren Erwachsenen, die sich die Erziehungsaufgaben teilen. Einen möglichen Zugang zu diesen Lebensweisen und zur Sozialisation von Jugendlichen, die in nicht-heterosexuellen oder queeren Familienkonstellationen aufwachsen, stellen Analysen von Spielfilmen dar, in denen Perspektiven solcher Jugendlicher im Mittelpunkt stehen: Welches Konzept von „Familie“ zeigt sich in den Filmen? Inwiefern und wie beeinflusst das Leben der Eltern bzw. erwachsenen Bezugspersonen die Adoleszenz und Entwicklung ihrer Kinder? Welche neuen Möglichkeiten und Herausforderungen bringen für die Jugendlichen Familien mit sich, die nicht der heterosexuellen Norm der bürgerlichen Kleinfamilie entsprechen?
Diesen Fragen gehen wir am Beispiel von Spielfilmen aus unterschiedlichen kulturellen Kontexten nach. Maßgebliche theoretische Perspektiven bilden Untersuchungen zu Familie, Adoleszenz, Sozialisation und Geschlecht, methodisch orientieren wir uns an filmanalytischen Ansätzen. Ziel des Seminars ist es, das eigene Verständnis von Sozialisationsbedingungen, Familie und Adoleszenz zu reflektieren, erweitern und verschieben.
Achtung: Dieses Seminar beinhaltet zwei vierstündige Blocktermine.

Ab 06. April 2016: Forschungswerkstatt „Zum Verhältnis von Flucht, Migration, Geschlecht und Begehren“

Dr. Bettina Kleiner: Seminar im Sommersemester 2016
Forschungswerkstatt (LAPS, EW)
Mittwochs 12 bis 14 Uhr (ab 6.4.2016)

Zum Verhältnis von Flucht, Migration, Geschlecht und Begehren
In der zweisemestrigen Forschungswerkstatt soll den Fragen nachgegangen werden, inwiefern sich Geschlecht und sexuelle Orientierung auf Flucht- und Migrationsprozesse auswirken oder sogar Ursachen dafür darstellen. Im Mittelpunkt der Forschungswerkstatt stehen sowohl subjektive Lebenslagen von jungen Geflüchteten_Migrant*innen als auch gesellschaftliche und institutionelle Bedingungen, die ihre Inklusion in Deutschland ermöglichen oder verhindern. Geplant sind neben der Lektüre wissenschaftlicher Texte zu Flucht_Migration, Geschlecht und Sexualität die Einführung in sequenzielle und kategoriale qualitative Forschungsmethoden (Interviews, Analyse von Dokumenten mithilfe der Grounded Theory) sowie Seminarbesuche von Praktiker*innen, die mit Geflüchteten_Migrant*innen arbeiten: z. B. das Gespräch mit einem Anwalt, der Geflüchtete_Migrant*innen berät und begleitet und der Besuch einer Pädagog*in, die Angebote für queere Geflüchtete_Migrant*innen konzipiert und betreut. Im zweiten Semester stehen die empirischen Arbeiten der Studierenden im Mittelpunkt. Dazu gehört, zu recherchieren, welche Bildungs- und Unterstützungsangebote für junge Geflüchtete im Rahmen von Schule, Jugendarbeit und Universität in Hamburg existieren und inwiefern diese Angebote bezogen auf ihre pädagogischen Konzeption und Praxis die Faktoren Geschlecht und Sexualität berücksichtigen. Bei der Wahl ihres Themas und beim Zugang zum Feld können und sollen die Studierenden an bereits vorhandene Erfahrungen in der Arbeit oder in der Begleitung von Geflüchteten zurückgreifen.